Crostini selber machen (knusprig aus dem Ofen)
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Für mich sind Crostini nicht nur eine italienische Spezialität, sondern ganz einfach dünne, knusprige Baguettescheiben, die ich oft zum Aperitif zusammen mit meinen Aufstrichen (Tapenade, Rillettes, Frischkäse) serviere oder als Basis für meine Canapés verwende. Später habe ich dann erfahren, dass man sie in Italien Crostini nennt – und dass sie dort auch die Basis sind, auf der man kleine Häppchen zum Aperitivo serviert.
Kurz gesagt, egal, wie man sie nennt: Ich zeige dir, wie du Crostini selbst machst und wie du sie aufbewahrst, damit immer welche vorrätig sind, falls spontan Freunde zum Aperitif vorbeikommen!
Rezeptkarte
Crostini selber machen
Zutaten
- 1 Baguette vorzugsweise etwas fest oder vom Vortag
- 1 Spritzer Olivenöl
- 1 Prise Fleur de Sel nach Belieben
Anleitungen
Schritt für Schritt
- Heize den Ofen auf 180 °C (Umluft) vor.
- Schneide das Baguette in dünne, gleichmäßige Scheiben von etwa 1 cm Dicke.
- Lege die Scheiben flach in einer einzigen Schicht auf ein Backblech und bestreiche beide Seiten mit etwas Olivenöl.
- Gib eine Prise Fleur de Sel dazu, wenn du möchtest.
- Bei 180 °C 10 Minuten backen, dabei die Scheiben nach der Hälfte der Backzeit wenden, bis sie goldbraun und knusprig sind. Achte besonders auf das Ende der Backzeit.
- Lass‘ sie gut abkühlen, bevor du sie füllst oder in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrst.
Notizen
Nährwerte
Die 2 Zutaten für Crostini
Das Tolle an Crostini ist, dass man nur zwei Zutaten braucht:
- Ein Baguette: Du kannst sogar ein etwas härteres Baguette vom Vortag verwenden. Wichtig ist nur, dass du es in dünne, gleichmäßige Scheiben von etwa 1 cm schneidest.
- Olivenöl: Wähle ein gutes Olivenöl und gib einfach einen Schuss davon auf beide Seiten.
Hinweis: Du kannst auch etwas Salz hinzufügen, aber je nachdem, wozu du deine Crostini servieren möchtest, ist das nicht unbedingt nötig.
Crostini im Ofen (oder in der Heißluftfritteuse) backen
Du hast die Wahl: Backofen oder Heißluftfritteuse. Normalerweise bereite ich sie lieber im Backofen zu, da ich große Mengen davon mache und der Korb der Heißluftfritteuse oft zu klein ist. Für alle Fälle hier die Anleitung:
- Im Ofen: Bei 180 °C etwa 10 Minuten rösten, dabei nach der Hälfte der Backzeit wenden. Je nach Größe kann die Backzeit variieren, daher solltest du den Röstvorgang beim ersten Mal gut im Auge behalten.
- In der Heißluftfritteuse: das gleiche Prinzip und dieselbe Temperatur, die Röstzeit beträgt nur 7 bis 8 Minuten, wobei die Scheiben nach der Hälfte der Röstzeit gewendet werden müssen.
Crostini, Bruschetta oder Canapé: Was ist der Unterschied?
Die drei Begriffe werden oft verwechselt, deshalb erkläre ich dir den Unterschied:
- Crostini: Das sind einfach kleine, im Ofen geröstete Baguettescheiben, die man anschließend entweder mit einem hausgemachten Aufstrich oder mit Schinken, gegrilltem Gemüse usw. belegt. Sie sind so etwas wie die italienischen Canapés.
- Bruschetta: Das ähnelt ein wenig den Crostini, allerdings ist die Brotscheibe größer (Landbrot, Ciabatta), oft mit Knoblauch eingerieben und mit gehackten Tomaten belegt.
- Canapé: Das ist die französische Variante – es handelt sich ganz einfach um kleine Toastscheiben, die man im Toaster röstet und anschließend ebenfalls mit einem Aufstrich, Lachs usw. belegt.
Wozu serviert man Crostini?
Du kannst deine Crostini ganz nach Belieben servieren! Hier sind ein paar Ideen:
- Etwas schwarze Tapenade, eine halbe Kirschtomate und ein Basilikumblatt
- Ein wenig Lachs-Rillettes und ein Zweig Dill
- Ein bisschen hausgemachter Hummus und gegrillte Zucchinischeiben
- Nach Art eines Brotes mit Feigen und Ziegenfrischkäse
- Oder einfach als Beilage zu einer Käseplatte mit einem Kräuterfrischkäse à la Boursin.
Crostini vorbereiten und aufbewahren
Du kannst deine Crostini ruhig schon im Voraus zubereiten, damit du immer welche zur Hand hast, wenn Freunde spontan vorbeikommen.
Damit sie gut haltbar bleiben, lass‘ sie erst gut abkühlen und bewahre sie dann in einem luftdicht verschlossenen Behälter bei Raumtemperatur auf. Lege sie niemals in den Kühlschrank, sonst werden sie durch die Feuchtigkeit weich. Sie sind problemlos 2 bis 3 Wochen haltbar!
Tipps & Varianten
Wenn du deinen Crostini mehr Geschmack verleihen möchtest, findest du hier ein paar Ideen:
- Gib ein wenig geriebenen Knoblauch auf die heißen Crostini, sobald sie aus dem Ofen kommen.
- Gib vor dem Backen ein paar Kräuter (wie getrockneten Thymian oder Rosmarin) oder etwas Fleur de Sel hinzu.
- Gib nach der Hälfte der Röstzeit etwas geriebenen Parmesan hinzu.
In der gleichen Idee, wenn du noch Baguette übrig hast, findest du hier mein Rezept für Knoblauch-Baguette.
Häufige Fragen zu Crostini
Ein Crostini ist eine dünne Scheibe Baguette, die man mit einem Schuss Olivenöl im Ofen röstet, bis sie goldbraun und knusprig ist. Du kannst sie pur als Beilage zu deinen Aufstrichen servieren oder bereits belegt als Häppchen zum Aperitif.
Am besten eignet sich ein Baguette, idealerweise etwas fest oder vom Vortag. Da es im Ofen ohnehin trocknet, eignet sich sogar altbackenes Brot sehr gut.
Ich empfehle dir eine Dicke von etwa 1 cm. Wenn du die Scheiben zu dünn schneidest, verbrennen sie schnell und zerbrechen; wenn du sie zu dick schneidest, bleiben sie in der Mitte weich und verlieren ihre Knusprigkeit.
Ja, sie lassen sich sehr gut einfrieren. Lass‘ sie zuerst gut abkühlen, gib sie in einen Gefrierbeutel und schiebe sie nach dem Herausnehmen noch ein paar Minuten in den Ofen, damit sie wieder knusprig werden.
Bewahre sie in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur auf – auf keinen Fall im Kühlschrank. Bei Bedarf kannst du sie im Backofen bei 150–160 °C einige Minuten aufwärmen.
Das ist wirklich ein tolles Rezept und so einfach und schnell gemacht, Vielen Dank.
Freut mich sehr, Hilde, vielen Dank. Géraldine