Galette Bretonne: Das Originalrezept aus der Bretagne
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Wer an Galettes Bretonnes denkt, denkt sofort an Urlaub in der Bretagne. Aber bei uns in Frankreich sind sie auch das perfekte, schnelle Alltagsessen! Sie sind von Natur aus glutenfrei, herrlich nussig und stehen ruckzuck auf dem Tisch. Ich zeige dir hier meine unkomplizierte Version, ohne Schnickschnack, aber authentisch zugleich.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Galette Bretonne?
Im Gegensatz zur klassischen Crêpes, die aus Weizenmehl, Milch und Eiern besteht, wird die echte Galette Bretonne aus Buchweizenmehl (farine de sarrasin), Wasser und manchmal einem Ei hergestellt. Sie hat eine charakteristische graubraune Farbe und einen nussigen, kräftigen Geschmack.
In den unzähligen Crêperien wird die Galette fast immer als herzhafte Hauptspeise serviert – ganz traditionell begleitet von Cidre (Apfelschaumwein) in einer Tonschale. Als Nachtisch bestellt man sich dann meistens noch eine süße Crêpe, wie die Crêpe Suzette.
Diese Zutaten brauchst du für den Galette-Teig
Für das Galette-Originalrezept brauchst du erstaunlich wenig:
- Buchweizenmehl: Achte auf gute Qualität, es ist der Hauptgeschmacksträger.
- Wasser: Ganz klassisch wird nur kaltes Wasser verwendet (sogar filtriert, wenn es geht!).
- Salz: Am besten wiegst du das Salz genau ab, weil das schon entscheidend für das Aroma ist.
- Ei: Das Ei gibt der Galette eine schöne Konsistenz und Farbe. Im Originalrezept gibt es zwar kein Ei, aber dann ist die Ruhezeit von 24 Stunden bis 3 Tage unbedingt notwendig und das Backen muss man dann perfekt beherrschen, sonst bricht die Galette. Es geht also mit Ei einfacher!
Füllung: Für die Füllung gebe ich dir unten ein paar Ideen! Die klassische Version ist die Galette Complète mit Käse, Ei und Kochschinken!
Rezeptkarte
Galette Bretonne: Das Originalrezept aus der Bretagne
Zutaten
Für den Teig
- 330 g Buchweizenmehl
- 10 g Salz
- 750 ml kaltes Wasser
- 1 Ei
Für die Füllung „Complète“ (pro Galette)
- 1 Ei
- 40 g geriebener Käse (z.B. Gruyère oder Emmental)
- 1 Scheibe Kochschinken
- 1 Stück Butter (für die Pfanne)
- Salz & Pfeffer
- Frische Schnittlauch-Röllchen optional
Anleitungen
- Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Das Wasser in 3 bis 4 Etappen in die Mitte gießen und dabei mit dem Schneebesen kräftig rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss das Ei unterrühren.
- Den Teig abdecken und für mindestens 4 Stunden (ideal über Nacht) in den Kühlschrank stellen.
- Den Teig nach der Ruhezeit kurz durchrühren. Falls er zu dickflüssig ist, noch einen kleinen Schluck Wasser hinzufügen.
- Eine Crêpe-Pfanne bei mittelhoher Hitze erwärmen. Die Oberfläche mit etwas Butter einfetten.
- Eine kleine Kelle Teig hineingeben und sofort durch Schwenken der Pfanne hauchdünn verteilen.
- Nach etwa einer Minute Käse und Ei in die Mitte geben. Das Eiweiß mit einem Spatel vorsichtig etwas verteilen. Den Schinken hinzufügen.
- Sobald die Unterseite goldbraun und knusprig ist, die Seiten der Galette zur Mitte hin einklappen.
- Kurz warten, bis das Eiweiß gestockt ist, und sofort mit Pfeffer, Fleur de Sel und Schnittlauch servieren.
Notizen
- Vorbereiten: Du kannst die Galettes vorab backen und später mit der Füllung erneut in der Pfanne erwärmen.
- Haltbarkeit: Der fertige Teig hält sich im Kühlschrank ca. 1–2 Tage.
- Servieren: Am besten schmecken sie direkt aus der Pfanne, solange sie noch richtig heiß und knusprig sind!
Nährwerte
3 Tipps für den perfekten Galette-Teig
Damit deine Galettes garantiert gelingen und die richtige Textur bekommen, habe ich hier meine wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst:
- Wasser schluckweise hinzufügen: Gib das Wasser in 3 bis 4 Etappen zum Mehl. So verhinderst du Klumpen und erhältst eine perfekt glatte Masse.
- Die Ruhezeit: Der Teig muss unbedingt ruhen -mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht- im Kühlschrank. Das gibt dem Buchweizenmehl Zeit zu quellen.
- Konsistenz-Check nach der Ruhezeit: Es kann sein, dass der Teig nach dem Ruhen dicker geworden ist: Das ist normal! Gib noch einen Schluck kaltes Wasser hinzu und rühre gut um, weil sich das Mehl meistens unten absetzt.
Die Galette richtig backen. So geht es!
Der Teig ist ein wichtiger Teil des Rezeptes. Hier gebe ich dir ein paar Tipps rund ums Backen:
- Die Pfanne: Jeder Franzose besitzt zu Hause eine Crêpe-Pfanne (crépière) und ich könnte nicht mehr ohne leben! Wenn du keine hast, nimm eine große flache Pfanne, damit klappt es auch ganz gut!
- Der Hitzeschock: Die Pfanne muss richtig heiß sein! Nur so entstehen die typischen kleinen Löcher im Teig und die Galette wird schön flexibel und gleichzeitig knusprig am Rand.
- Dünn und schnell: Arbeite mit wenig Teig pro Galette und verteile ihn sofort durch schnelles Schwenken der Pfanne. Je dünner, desto besser das Ergebnis. Dann bauchst du nur 1-2 Minuten maximal pro Seite.
- Richtig einfetten: Wische die Pfanne vor jeder neuen Galette mit einem in Butter getauchten Küchenpapier aus – das gibt nicht nur Geschmack, sondern sorgt auch für die goldbraune Farbe.
- Die Füllung: Sobald der Teig in der Pfanne fest wird, gibst du die Füllung direkt in die Mitte. Wenn der Teig knusprig ist, klappst du die Seiten ein.
Mein Tipp: Die Galette schmeckt am allerbesten, wenn sie direkt aus der Pfanne serviert wird!
Meine liebsten Galette-Füllungen !
Die „Complète“ (also Schinken, Käse, Ei wie auf dem Bild und in der Rezeptkarte) ist der Klassiker, aber der nussige Buchweizenteig passt zu fast allen Füllungen. Hier sind meine Favoriten:
- Herbstlich: Champignons à la crème – eine cremige Pilzsauce. Du kannst sie mit Käse und Ei, oder auch Schinken kombinieren.
- Ziegenkäse: Für ein paar Ziegenkäse-Scheiben mit Honig und Walnüssen. Dazu passen perfekt karamellisierte Äpfel oder kurz angebratener Lauch.
- Zwiebeln: Einfach karamellisierte Zwiebeln hinzufügen. Besonders toll für vegetarische Varianten mit einem kräftigeren Käse wie Comté.
- Vegetarisch & Frisch: Kurz angebratener Spinat mit würzigem Feta und einem Spiegelei obenauf.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Ruhen ist essenziell, damit sich die Stärke im Buchweizenmehl optimal mit dem Wasser verbinden kann. Ohne Ruhezeit reißt die Galette in der Pfanne schneller und schmeckt weniger aromatisch. Ich empfehle dir, den Teig am besten über Nacht ruhen zu lassen.
Im Kühlschrank kannst du den Teig problemlos 1 bis 2 Tage aufbewahren. Er schmeckt am zweiten Tag oft sogar noch besser!
Ich empfehle es eher nicht, da die Konsistenz nach dem Auftauen leiden kann. Was du aber tun kannst: Die Galettes (ohne Füllung) fertig backen und diese dann so einfrieren und für später aufbewahren.
Am besten legst du sie einfach nochmal kurz in eine heiße Pfanne mit einem winzigen Stück Butter. So werden sie wieder knusprig.
Wie viele Kalorien eine Galette hat, hängt ganz von deiner Füllung ab: der Teig selbst ist sehr gesund, ist glutenfrei und hat nur wenige Kalorien (circa 150 kcal pro Stück). Wenn du eine Füllung mit Gemüse und Ei hast, bleibt sie ein gesunder Genuss, während die Variante mit Käse und Schinken natürlich etwas gehaltvoller ist.
ich kenn das auch mit etwas Cidre im Teig. Hab es in der Bretagne so gesehen. Und mein Vater hat es übernommen 1/3 Cidre 2/3 Wasser
Ja klar, Marie, auch das ist möglich. Passt sehr gut, zumal man ja Cidre als Begleitung dazu trinkt. Danke und bon appétit, Géraldine