Grüne Bohnen blanchieren
Du hast gerade in einem Rezept gelesen, dass man grüne Bohnen „blanchieren“ soll und fragst dich: Was genau das bedeutet? Und vor allem: Wie lange muss man sie kochen? Hier erkläre ich dir, wie du grüne Bohnen blanchierst, ohne dass sie weich werden und die schöne grüne Farbe und die knackige Textur erhalten bleibt.
Inhaltsverzeichnis
Warum blanchiert man grüne Bohnen?
Die meisten Rezepte mit grünen Bohnen sehen vor, sie zu blanchieren. Aber was bedeutet das dann und wozu dient es?
Blanchieren bedeutet, Gemüse ein paar Minuten in kochendem Wasser zu garen und es dann sofort in Eiswasser zu legen. Das kann man mit allen Gemüsesorten machen: Bohnen, Brokkoli, Erbsen, aber auch mit Blumenkohl oder Lauch. Das kann verschiedene Gründe haben:
- Farbe erhalten (vor allem bei grünem Gemüse): Wenn grüne Bohnen in kochendes Wasser getaucht werden, bindet die Hitze das Chlorophyll. Das anschließende Bad im Eiswasser stoppt den Kochvorgang und verhindert, dass sie stumpf und braun werden.
- Textur: Durch das Blanchieren werden die Bohnen leicht vorgekocht, ohne weich zu werden. Sie bleiben bissfest, ideal für einen Salat oder zum anschließenden Braten in der Pfanne.
- Bohnen zum Einfrieren vorbereiten: Bohnen kann man nicht frisch einfrieren. Sie müssen vorher blanchiert werden, weil sie sonst nach dem Auftauen ganz weich, nicht mehr so schön grün und auch weniger vitaminreich sind.
Wenn du fragst, warum du nicht mit Dampf arbeiten solltest: Durch das Blanchieren lässt sich die Textur besser kontrollieren. Dampf gart schonend, stoppt den Garvorgang aber nicht sofort.
Grüne Bohnen blanchieren: Schritt für Schritt
Ehrlich gesagt war ich schon oft zu faul, meine Bohnen zu blanchieren (ja, ich gebe es zu). Ich habe aber festgestellt, dass es superschnell geht und sich so sehr lohnt! Damit bleiben sie schön grün und knackig:
Schritt 1: Bohnen vorbereiten
Wähle frische und feste grüne Bohnen (tiefgefrorene Bohnen sind bereits blanchiert). Spüle sie unter kaltem Wasser ab und entstiele sie. Bringe dann einen großen Topf mit Salzwasser (ca. 1 EL Salz auf 2 L Wasser) zum Kochen und bereite eine große Schüssel mit Eiswasser (möglichst auch gesalzen) vor.
Schritt 2: In kochendem Wasser garen
Bringe das Wasser zum Kochen (es muss brodelnd kochen), bevor du die Bohnen hineingibst. Lass sie je nach Größe 3 bis 5 Minuten kochen: Sie sollten hellgrün werden und leicht bissfest bleiben.
Schritt 3: Der Hitzeschock
Gieße die Bohnen ab (oder nimm sie mit einem Schaumlöffel heraus), spüle sie kurz unter kaltem Wasser ab, da die Eiswürfel sonst sofort schmilzen und tauche sie dann direkt in die Schüssel mit Eiswasser.
Lass sie 1-2 Minuten abkühlen, um den Kochvorgang zu stoppen und die Farbe zu fixieren. Danach auf einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier gut abtropfen lassen.
So gelingt Blanchieren: Die schlimmsten Fehler im Überblick
Auch wenn das Blanchieren von grünen Bohnen wirklich nicht kompliziert ist, gibt es dennoch einige Fehler, die vermieden werden können:
- Überfülle den Topf nicht: Sonst sinkt die Wassertemperatur und der Kochvorgang wird ungleichmäßig. In einem großen Topf blanchiere ich maximal 500 g Bohnen auf einmal.
- Blanchiere sie nicht zu lange: Nach mehr als 5 Minuten im kochenden Wasser könnten sie ihre schöne Farbe verlieren und weich werden. Am besten nach 3 bis 4 Minuten prüfen, dann sollten sie noch leicht knackig sein.
- Auf keinen Fall das Eiswasserbad auslassen: Das fixiert die Farbe und stoppt den Kochvorgang. Wenn du keine Eiswürfel haben solltest, schrecke sie zumindest mit eiskaltem Wasser ab.
💡 Mein Tipp: Probiere immer eine Bohne am Ende der Kochzeit. Sie sollte schön grün, durch und durch warm und noch leicht knackig und bissfest sein.
Was tun, nachdem die Bohnen blanchiert wurden?
Wenn du die Bohnen blanchiert hast, kannst du sie entweder einfrieren, braten oder sogar einfach so kalt in einem Salat essen. Ein paar Ideen:
Blanchierte Bohnen einfrieren
Wenn du die Bohnen für ein anderes Gericht aufheben willst, trockne sie zuerst gründlich auf einem sauberen Geschirrtuch und/oder Küchenpapier. Feuchtigkeit kann im Gefrierschrank zu Reif führen und die Textur verändern.
Lagere sie dann in kleinen Portionen in luftdichten Beuteln oder Behältern. Sie sind bis zu
Verwendung nach dem Blanchieren
Blanchierte Bohnen sind super vielseitig! Sie können:
- als Salat serviert werden, wie in meinem Salade Niçoise mit Grüne Bohnen (das ist nicht die klassische Version!) oder meiner Französischer Kartoffelsalat mit grünen Bohnen.
- als Beilage: Probiere diese Grüne Bohnen mit Speck, sie sind super als hübsche Beilage für ein Festessen.
- in der Pfanne: mit etwas Knoblauch oder Schalotten, Petersilie und Butter anbraten, für eine schnelle und gesunde Beilage.
Rezeptkarte
Grüne Bohnen blanchieren
Zutaten
- 500 g frische grüne Bohnen
- 2 Liter Wasser
- 1 TL Salz
- 1 Schüssel Eiswasser optional: 1 TL Salz
Anleitungen
- Die grünen Bohnen waschen und die Enden abschneiden.
- Das gesalzene Wasser zum Kochen bringen.
- Die Bohnen hineingeben und 3–5 Minuten kochen, bis sie leuchtend grün sind, aber noch bissfest bleiben.
- Abgießen, kurz unter kaltem Wasser abspülen und sofort 1–2 Minuten in Eiswasser legen.
- Gut abtropfen lassen und auf einem sauberen Tuch oder Küchenpapier trocknen.
- Danach für einen Salat verwenden oder ein paar Minuten in der Pfanne mit etwas Butter oder Olivenöl anbraten.
Notizen
Nährwerte
FAQ – Fragen zum Blanchieren
Die Kochzeit hängt von der Größe der Bohnen ab, rechne mit 3 bis 5 Minuten in kochendem Wasser. Probiere eine Bohne nach drei Minuten: Sie sollte weich, aber noch leicht knackig sein.
Ja, das ist wichtig! Durch das Salz wird die grüne Farbe fixiert und das natürliche Aroma der Bohnen verstärkt. In der Regel reicht ein Esslöffel Salz auf zwei Liter Wasser.
Nein, du musst die tiefgefrorenen Bohnen nicht im eigentlichen Sinne „blanchieren“, da sie bereits vor dem Einfrieren blanchiert wurden. Um sie jedoch aufzutauen, kannst du sie entweder ein paar Minuten in kochendes Wasser geben oder wie im Rezept beschrieben verarbeiten.
Du kannst natürlich auch diese Zubereitungsarten wählen, es ist dann aber kein Blanchieren mehr. Dampf oder Air Fryer sorgen für eine etwas andere Textur, oft weniger knackig und die schöne grüne Farbe kann verloren gehen.