Kartoffelpüree selber machen

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Vorbereitung: 10 Minuten
Zubereitung: 35 Minuten
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Kartoffelpüree war eines der ersten Gerichte, die ich gelernt habe – einfach, indem ich meiner Großmutter zugeschaut habe, ganz ohne Messbecher. Irgendwann haben so viele Freunde nach dem Rezept gefragt, dass ich angefangen habe, alles abzuwiegen.

Hier zeige ich dir, welche Kartoffeln am besten werden, auf welche Mengen es ankommt und wie dein Püree schön cremig und leicht wird.

Eine Schüssel mit cremigem Kartoffelpüree, garniert mit Butter, schwarzem Pfeffer und frischem Thymian, auf einer Marmorfläche platziert.

Rezeptkarte

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Kartoffelpüree selber machen

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Hier erfährst du, wie du mit meinen einfachen und unfehlbaren Tipps ein leichtes und cremiges hausgemachtes Kartoffelpüree zubereiten kannst.
Un bol de purée de pommes de terre crémeuse garnie de beurre, de poivre noir et de thym frais, placé sur une surface en marbre.
Portionen 6
Calories 275 kcal
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Zutaten
  

  • 1 kg Kartoffel
  • 100 g Butter
  • 250 bis 300 ml Milch
  • 2 Zweige Thymian
  • 6 g Salz
  • 1 Prise Muskatnuss gerieben

Anleitungen
 

  • Kartoffeln waschen, schälen und in große Würfel schneiden.
  • Gib sie in einen großen Topf mit kaltem Wasser, das mit grobem Salz gesalzen wurde. Bringe sie zum Kochen und lasse sie 30-40 Minuten kochen, bis sie weich sind.
  • In der Zwischenzeit erhitze die Milch mit der Butter und dem Thymian in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze. Wenn die Butter geschmolzen ist, nimm den Topf vom Herd und lasse die Milch ziehen.
  • Die Kartoffeln abtropfen lassen und sofort -noch heiß- mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.
  • Entferne den Thymian aus der Milch-Butter-Mischung und gib sie zu den Kartoffeln. Vermische alles zu einer glatten Masse.
  • Würze mit Salz und einer Prise Muskatnuss.

Notizen

Aufbewahrung: Kartoffelpüree kann in einem luftdicht verschlossenen Behälter 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Um es wieder geschmeidiger/cremiger zu machen, erwärme es langsam in einem Topf mit etwas Milch.
Einfrieren: Das Püree kann eingefroren werden! Ich finde aber, dass es beim Auftauen ein wenig von seiner cremigen Textur verliert. Wenn du es dennoch einfrieren möchtest, bevorzuge eine Version mit einem hohen Butter- und Milchanteil, da es sich so besser einfrieren lässt. Um es wieder aufzutauen und zu erwärmen, lasse es langsam im Kühlschrank auftauen und erwärme es dann bei schwacher Hitze unter ständigem Umrühren mit einem Schneebesen.

Nährwerte

Calories: 275kcal | Carbohydrates: 31g | Protein: 5g | Fat: 15g | Saturated Fat: 9g | Polyunsaturated Fat: 1g | Monounsaturated Fat: 4g | Trans Fat: 1g | Cholesterol: 41mg | Sodium: 521mg | Potassium: 773mg | Fiber: 4g | Sugar: 3g | Vitamin A: 505IU | Vitamin C: 33mg | Calcium: 79mg | Iron: 1mg
Schon ausprobiert?Tagge @la.cuisine.de.geraldine auf Instagram und sag mir wie es war!

Welche Kartoffeln für Kartoffelpüree: mehlig oder festkochend?

Am besten nimmst du mehligkochende Kartoffeln. Sie haben mehr Stärke, lassen sich gut zerdrücken und nehmen Milch und Butter schön auf – so wird die Masse glatt und luftig, ohne klebrig zu werden. In Deutschland kaufe ich dafür gerne Adretta, Gunda oder Melody; auch Agria oder Likaria funktionieren gut.

Mein Tipp: In Frankreich schwören Sterneköche wie Joël Robuchon auf die Sorte Ratte, eine festkochende Kartoffel mit feinem, leicht nussigem Geschmack. Und weißt du was? Wenn du nur festkochende Kartoffeln zu Hause hast, klappt das auch. Du musst nur etwas mehr Butter nehmen, manchmal auch etwas mehr Milch, damit es cremig wird. Für den Alltag nicht die erste Wahl, aber perfekt, wenn du Gäste hast.

Kartoffeln, Milch, Butter: auf die Mengen kommt es an

Ein gutes Püree besteht aus nichts weiter als Kartoffeln, Milch und Butter. Danach ist alles eine Frage der Mengen. Meine Faustregel für ein cremiges, aber leichtes Püree für jeden Tag ist:

  • 10 % Butter auf das Gewicht der Kartoffeln
  • 25–30 % Milch, je nach Sorte und gewünschter Konsistenz

Wie passe ich die Konsistenz an?

  • Ist es zu fest, gib noch etwas Milch und Butter dazu.
  • Ist es zu flüssig, lass es kurz in einem Topf auf dem Herd für ein paar Minuten auf niedriger Hitze kochen, damit Feuchtigkeit verdampft.

In Frankreich reichen die Rezepte von Robuchons sehr buttrigem Püree (bis zu 25% Butter !) bis zu dem meiner Großmutter, das viel leichter ist und fast nur mit Milch auskommt – du siehst, da ist viel Spielraum.

Warum warme Milch ins Kartoffelpüree?

Die Milch sollte warm sein, wenn sie zu den Kartoffeln kommt – das ist der Punkt, an dem viele es sich schwer machen. Kalte Milch lässt die Masse abkühlen und zäh werden, warme Milch verbindet sich dagegen sofort und macht das Püree geschmeidig.

Am besten erwärmst du die Milch direkt mit der Butter und ein paar Kräutern: So nimmst du nebenbei noch etwas Aroma mit. Genau das mache ich immer.

So gelingt dein Kartoffelpüree Schritt für Schritt

  1. Kartoffeln kochen: Schäle die Kartoffeln und schneide sie in große Würfel. Gib sie in kaltes Salzwasser (nicht in heißes!) und koche sie 30–40 Minuten, bis sie weich sind. Nur so garen sie gleichmäßig von innen nach außen.
  2. Milch erwärmen: Erwärme währenddessen Milch, Butter und ein paar Zweige Thymian langsam in einem kleinen Topf. Nicht kochen lassen.
  3. Stampfen & verrühren: Gieße die heißen Kartoffeln ab und zerdrücke sie sofort mit einem Kartoffelstampfer – nie mit dem Mixer, sonst wird das Püree klebrig. Rühre dann die warme Milch (ohne Thymian) nach und nach unter, bis die Konsistenz stimmt, und schmecke mit Salz und Muskat ab.

Kartoffelpüree oder Kartoffelbrei: was ist der Unterschied?

Kurz gesagt: kaum einer. Kartoffelpüree und Kartoffelbrei meinen dasselbe Gericht – zerdrückte Kartoffeln mit Milch und Butter. Der Begriff ist vor allem eine Frage der Region: Im Süden und in der Schweiz sagt man eher Püree, im Norden eher Brei. Geschmacklich und in der Zubereitung gibt es keinen Unterschied.

Variationen: vegan, mit Olivenöl oder getrüffelt

Du möchtest dein Purée etwas aufpeppen oder vegan zubereiten? Hier sind ein paar Ideen, die bei mir gut funktionieren:

  • Vegan: Ersetze die Butter durch pflanzliche Margarine und die Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink (am liebsten Mandel- oder Sojamilch).
  • Mit Olivenöl: Für ein leichteres, aromatisches Püree, das gut zu gegrilltem Fisch passt, kannst du die Butter durch Olivenöl ersetzen.
  • Getrüffelt: Gib kurz vor dem Servieren ein paar Tropfen Trüffelöl dazu – perfekt für besondere Anlässe!

Und wenn du aus Kartoffeln noch mehr machen willst: Aus derselben Basis werden auch die hübschen Herzoginkartoffeln oder mein vegetarischer Hachis Parmentier gemacht.

Wozu passt Kartoffelpüree?

Am liebsten serviere ich mein Kartoffelpüree zu Schmorgerichten – gerade meine französischen Lieblingsklassiker kommen bei mir fast immer mit Püree auf den Tisch, weil es die kräftige Sauce so schön aufsaugt. Hier ein paar Ideen, wenn du das nächste Mal französisch kochen möchtest:

Und wenn du Lust auf eine leichtere Püree-Variante hast: Probier mal mein Selleriepüree, Erbsenpüree oder Pastinakenpüree – mal etwas anderes neben den Klassikern.

Kartoffelpüree aufbewahren & wieder cremig machen

Dein Kartoffelpüree hält sich in einem luftdichten Behälter 2 bis 3 Tage im Kühlschrank – am nächsten Tag schmeckt es problemlos noch. Zum Aufwärmen erwärmst du es langsam mit einem Schuss Milch, dann wird es wieder geschmeidig.

Einfrieren geht auch, allerdings verliert das Püree dabei etwas von seiner cremigen Konsistenz. Wenn du es trotzdem einfrieren möchtest, nimm eine buttrige Version – die übersteht den Gefrierschrank besser.

Häufige Fragen zum Kartoffelpüree

Was ist der Unterschied zwischen Kartoffelpüree und Kartoffelbrei?

Eigentlich keiner – es ist dasselbe Gericht. „Püree“ und „Brei“ sind nur regional unterschiedliche Begriffe für zerdrückte Kartoffeln mit Milch und Butter, am Geschmack ändert das nichts.

Warum nimmt man warme Milch für Kartoffelpüree?

Weil sich warme Milch sofort mit den heißen Kartoffeln verbindet und das Püree schön geschmeidig macht. Kalte Milch dagegen lässt die Masse abkühlen und zäh werden – deshalb erwärme ich sie immer vorher.

Wie wird Kartoffelpüree besonders cremig?

Am wichtigsten sind mehligkochende Kartoffeln, warme Milch und genug Butter – und dass du alles heiß verarbeitest. Und unbedingt mit dem Stampfer arbeiten, nie mit dem Mixer, sonst wird das Püree klebrig.

Welche Kartoffelsorte ist am besten für Kartoffelpüree?

Mehligkochende Sorten wie Adretta, Gunda oder Melody. Sie sind schön stärkereich und ergeben ein glattes Püree ohne Klümpchen.

Weitere Rezepte für Beilagen

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4 Kommentare

  1. 5 Stern
    Die Idee, Kräuter hinzuzufügen, erscheint interessant. Allerdings gelingt Püree auch gut, wenn die Kartoffeln erst einmal im Ganzen gekocht und dann noch warm geschält werden. Gutes Gelingen