Lauch richtig schneiden – so geht es!

Wenn du mich kennst, weißt du, dass ich sehr oft mit Lauch koche! Er schmeckt einfach toll, lässt sich super schnell vorbereiten und ist ziemlich preiswert. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du Lauch richtig wäschst und schneidest – für ein perfekt saubere Ergebnisse ohne Sand zwischen den Zähnen!

Gehackter Lauch auf einem hölzernen Schneidebrett, in ganzen, halbierten, in Juliennescheiben geschnittenen, runden und fein gehackten Stücken auf einer Marmorfläche - wie ein automatisch gespeicherter Entwurf Ihrer Küchenroutine.

3 Tipps für die Auswahl des perfekten Lauch

Bevor du zum Messer greifst, habe ich noch einen kleinen Rat für dich, damit dein Gericht garantiert gelingt:

  • Frische: Achte beim Einkauf darauf, dass die Lauchstange schön fest ist und keine Risse hat. Die Blätter sollten in einem kräftigen Tiefgrün leuchten – das ist ein Zeichen für Frische!
  • Sommer vs. Winter: Wusstest du, dass Lauch das ganze Jahr Saison hat? Der Sommerlauch ist eher schlank und zart im Geschmack, perfekt für leichte Salate oder Quiches. Der Winterlauch hingegen ist kräftiger, dicker und bringt eine wunderbar würzige Note in Deine Schmorgerichte und Suppen.
  • Nichts verschwenden: Bitte wirf das dunkle Grün nicht weg! Auch wenn es für manche Rezepte zu fest ist, kann man es sehr gut für Suppen, Eintöpfe oder eine selbstgemachte Gemüsebrühe nutzen, um Geschmack zu geben. Ich sammle diese Reste oft in einem Beutel im Gefrierfach und habe so immer mal welche zur Hand.

Schritt 1: Lauch vorbereiten

Bevor es ans Waschen geht, muss du den Lauch vorbereiten:

  • Die Wurzeln: Schneide zuerst den unteren Wurzelansatz vorsichtig ab. Achte darauf, nicht zu viel vom weißen Teil zu verschwenden.
  • Das Grün: Schneide das ganz dunkle, oft etwas trockene oder sehr feste Grün oben ab. (Wirf es aber nicht weg, siehe oben 😉)
  • Die äußere Schicht: Wenn die äußerste Schicht der Stange sehr faserig oder beschädigt aussieht, kannst du diese einfach abziehen.

Schritt 2: Lauch gründlich waschen

Lauch wächst in sandiger Erde, und der Sand versteckt sich hartnäckig zwischen den einzelnen Schichten.

  • Der Längsschnitt: Schneide die Lauchstange der Länge nach auf.
  • Auffächern: Halte die Stange unter fließendes, kaltes Wasser. Fächere die einzelnen Schichten mit den Fingern vorsichtig auf, besonders dort, wo das Weiße ins Grüne übergeht. Hier sammelt sich der meiste Sand.
  • Abtropfen: Schüttle das überschüssige Wasser gut ab oder tupfe den Lauch mit einem sauberen Küchentuch trocken.

Mein Tipp: Wenn du den Lauch am Stück lassen möchtest (siehe unten), ist das kein Problem! Da der weiße Teil sehr fest geschlossen ist, gelangt dort in der Regel keine Erde hinein. Es reicht hier, den oberen grünen Teil tief einzuschneiden oder die Blätter leicht zu lockern.

Schritt 3: Lauch richtig schneiden

Jetzt bist du schon so weit und du kannst den Lauch scheiden. Je nachdem, was du kochen möchtest, wähle ich eine dieser vier Varianten:

  1. In langen Stücken: Ideal, wenn man den Lauch länger kocht, wie zum Beispiel in meinem klassischen französischen Kalbsragout (Blanquette de veau). Oder auch, wenn man den Lauch kalt essen möchte, wie bei der Vorspeise, Lauch mit Vinaigrette.
  2. Halbierte Stücken: Wenn es etwas schneller gehen muss. Ich nutze diese Schneidetechnick zum Beispiel für eine Lauch-Tarte-Tatin. Sie garen schneller und sehen auf dem Teller richtig schön aus.
  3. Breite Ringe: Diese Variante nutze ich meistens, wenn ich eine schöne Optik suche. Ich finde, diese Ringe sehen einfach toll aus. Ich verwende sie manchmal in meiner Quiche oder auch, wenn man den Lauch in der Pfanne anbrät.
  4. Fein geschnitten: Das ist die am meisten verwendete Technik! So kannst du den Lauch super anbraten und zu Saucen oder Suppen dazugeben. So kocht er auch am schnellsten. Du findest ihn so in der Vichyssoise, meinen gratinierten Jakobsmuscheln, meiner Lachs-Lauch-Quiche oder als Basis für die berühmte finnische Lohikeitto.

Rezepte mit Lauch

Jetzt, wo Dein Lauch perfekt vorbereitet ist, wie wäre es mit einer französischen Quiche oder einem zarten Lachs aus dem Ofen auf einem Lauchbett? Hier meine Rezeptvorschläge mit Lauch für dich:

Ein Teller mit Blumenmuster und gekochtem Lauch, garniert mit Nüssen und gehackten Kräutern, auf einer leichten Unterlage, mit Besteck und einer Serviette in der Nähe.
Eine Schale mit Lauch- und Kartoffelsuppe, garniert mit zarten Lachsstücken, frischem Dill und karamellisierten Zwiebeln, steht elegant auf einer Marmorfläche. Im Hintergrund stehen eine zweite Schüssel und ein kleiner Teller, die die einladende Szene ergänzen.

Häufig gestellte Fragen – Lauch richtig schneiden

Muss man Lauch immer waschen, auch wenn er sauber aussieht?

Ja, unbedingt! Der Sand versteckt sich oft tief zwischen den Schichten. Nichts verdirbt ein feines Essen mehr als ein knirschendes Geräusch beim ersten Bissen.

Kann man den grünen Teil vom Lauch essen?

Ja, natürlich! Tatsächlich ist sie vollkommen essbar. Der Grund, warum man sie normalerweise nicht zubereitet, ist, dass sie eine längere Garzeit benötigt, da sie sehr trocken ist. Aber einige Köche frittieren sie, um sie nicht wegzuwerfen, und natürlich eignet sie sich hervorragend, um Suppen sowie selbstgemachte Fonds und Brühen zu aromatisieren.

Wie bewahre ich Lauch am besten auf?

Lauch hält sich im Gemüsefach Deines Kühlschranks etwa ein bis zwei Wochen. Mein Tipp: Wickle ihn ungewaschen in ein feuchtes Küchentuch oder eine wiederverwendbare Bienenwachshülle, damit er schön knackig bleibt.

Kann ich Lauch schon am Vortag vorbereiten?

Absolut! Du kannst den Lauch bereits waschen und schneiden. Trockne ihn danach gut ab und bewahre ihn in einer luftdichten Dose im Kühlschrank auf. So sparst Du beim Kochen Zeit – perfekt für ein schnelles Abendessen nach der Arbeit.

Kann man Lauch einfrieren?

Ja, das klappt wunderbar! Am besten schneidest Du ihn direkt in Ringe oder fein geschnitt. Du musst ihn nicht einmal blanchieren. Einfach in einen Gefrierbeutel geben und bei Bedarf direkt gefroren in die Pfanne oder den Suppentopf werfen.

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