Putenrollbraten im Backofen mit Sauce
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Dieser gefüllte Putenrollbraten im Backofen mit Sauce gehört zu meinen absoluten Favoriten – er ist super saftig, aromatisch gefüllt und lässt sich wunderbar vorbereiten. Ich bereite ihn gerne für Weihnachten zu! Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie er dir ohne Stress gelingt, mit einem kleinen Trick super saftig wird und garantiert Eindruck macht.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ich diesen Weihnachts-Putenrollbraten so liebe !
- Die wichtigsten Zutaten für einen Putenrollbraten aus dem Backofen
- So füllst du deinen Putenrollbraten richtig !
- 5 Tipps – So gelingt dein Putenrollbraten garantiert saftig!
- Was du zu Putenrollbraten servieren kannst
- FAQ – Putenrollbraten im Backofen mit Sauce
- Weitere festliche Rezepte
Warum ich diesen Weihnachts-Putenrollbraten so liebe !
Ich mag dieses Rezept für Putenrollbraten sehr, weil es super einfach und trotzdem festlich ist. Ich habe hier eine süß-herzhafte Füllung gemacht mit gekochten Maronen, Aprikosen und einem Hauch Lebkuchen. Eine klassische Füllung für Weihnachten aus Frankreich! Diese kannst du je nach Saison aber natürlich leicht anpassen.
Der Braten kann perfekt vorbereitet werden und wird später nur noch in den Ofen geschoben. Ideal für Feste oder Abende mit Freunden, die man nicht nur in der Küche verbringen will. Und das Beste: Aus dem Bratensaft kannst du eine einfache aromatische Sauce zubereiten.
Die wichtigsten Zutaten für einen Putenrollbraten aus dem Backofen
Damit dein Putenrollbraten im Backofen richtig aromatisch und saftig wird, spielen die Zutaten eine große Rolle. Hier findest du ein paar Hinweise zu den Wichtigsten:
- Putenbrust: Ich verwende eine ganze Putenbrust ohne Haut.
- Die Füllung: Du kannst jede beliebige Füllung wählen, aber meine liebste Festtagsversion besteht aus Schalotten, Champignons, Maronen, Lebkuchen und getrockneten Aprikosen.
Speck: Ich wickle die Putenroulade in geräucherten Speck ein, damit sie ihre Form behält und das Fleisch saftig bleibt.
Weißwein & Hühnerbrühe: Ich gieße etwas davon auf den Boden der Auflaufform, damit das Fleisch beim Garen schön saftig bleibt. Gleichzeitig entstehen köstliche Bratensäfte, die die Basis für die Sauce bilden.
Schalotten & Knoblauch: Ich gebe sie ebenfalls in die Auflaufform, sie verleihen den Bratensäften zusätzliches Aroma, was die Sauce noch besser macht.
Die genaue Mengenangabe findest du weiter unten in der Rezeptkarte !
So füllst du deinen Putenrollbraten richtig !
Dies ist der technisch anspruchsvollste Teil des Rezeptes, aber du wirst sehen – er ist längst nicht so schwierig, wie er aussieht! Hier ein paar Tipps:
- Die Putenbrust richtig aufschneiden: Die Putenbrust sollte möglichst dünn und gleichmäßig aufgeschnitten werden – am besten mit der Butterfly-Technik und anschließend leicht plattiert. So lässt sie sich viel besser rollen und die Füllung verteilt sich gleichmäßig. Wenn du dir unsicher bist: Frag einfach deinen Metzger, er schneidet sie gerne für dich.
- Füllung gleichmäßig verteilen: Verteile die Füllung nicht zu dick und nur auf der Hälfte der aufgeklappten Putenbrust, wenn du ein schönes Rollmuster möchtest. So lässt sie sich sauber aufrollen und die Füllung bleibt an Ort und Stelle.
- Straff und kompakt einrollen: Rolle die Putenbrust eng und fest auf – dabei hilft ein Stück Frischhaltefolie, um den Braten wirklich kompakt zu formen. Anschließend umwickle ich den Rollbraten gerne mit Baconscheiben. Zur Sicherheit binde ich ihn zusätzlich mit Küchengarn, damit alles perfekt hält und gleichmäßig gart.
5 Tipps – So gelingt dein Putenrollbraten garantiert saftig!
Der Putenrollbraten im Backofen ist ein Gericht, bei dem viele Angst haben, dass es am Ende trocken wird. Mit diesen einfachen Tipps gelingt er dir wirklich jedes Mal saftig und zart – versprochen!
- Putenbrust in Salzlake einlegen: Seit ich diesen Trick kenne, wird meine Putenbrust immer saftig. Die Brust ruht 2 bis 6 Stunden in einer Mischung aus kaltem Wasser, Salz, Zucker und Gewürzen. Dadurch bleibt das Fleisch beim Garen wunderbar feucht und aromatisch.
- Die Ofentemperatur: Die Pute sollte bei eher niedriger Hitze garen, damit sie schön saftig bleibt. Ich wähle dafür immer 160 bis maximal 170 °C.
- Die Kerntemperatur kontrollieren: Putenbrust darf nicht zu lange garen, sonst trocknet sie schnell aus. Verwende am besten ein Bratenthermometer und nimm den Rollbraten aus dem Ofen, sobald er 80 °C Kerntemperatur erreicht hat.
- Den Braten unbedingt ruhen lassen: Wie bei jedem Fleischgericht ist die Ruhezeit entscheidend. Direkt nach dem Garen den Rollbraten in Alufolie einwickeln, ein Tuch darüberlegen und 10–15 Minuten ruhen lassen. So verteilt sich der Fleischsaft und der Braten bleibt zart.
- 5. Die Sauce macht den Unterschied: Eine gute Sauce macht das ganze Gericht noch besser. Ich gieße etwas Geflügelfond und Weißwein in die Form, sammle den Bratensaft und rühre ihn später in eine einfache Mehlschwitze ein – schnell gemacht und unglaublich lecker!
Putenrollbraten im Backofen mit Sauce
Zutaten
Für die Salzlake
- 2 Liter Wasser
- 50 g Salz (grob)
- 50 g Zucker
- 2 Zweige Rosmarin
- 1 Zweig Thymian
- einige Pfefferkörner
Für den Braten
- 1 ausgelöste Putenbrust 1,5 – 2 kg
- Schalotten geschält und halbiert
- 100 ml Weißwein
- 120 ml Geflügelfond
- 12–24 Scheiben Speck je nach Dicke des Bruststücks
- Salz & Pfeffer
Für die Füllung
- 3 Schalotten fein gehackt
- 150 g Champignons in Scheiben
- 150 g gekochte Maronen zerbröselt
- 2 Knoblauchzehen
- 100 g getrocknete Aprikosen in kleine Würfel geschnitten
- 2 dünne Scheiben Honigbrot zerbröselt
- 2 El Milch
- 1 Ei
- 3 EL gehackte Petersilie
- Salz & Pfeffer
Für die Bratensoße
- Bratensaft, gefiltert
- 40 g Butter
- 40 g Mehl
- 250 ml Geflügelfond
- Salz & Pfeffer
Anleitungen
Pute pökeln
- Dieser Schritt ist optional, sorgt aber für noch zarteres Fleisch. In einem kleinen Topf 250 ml Wasser mit dem Salz, dem Zucker, den Kräutern und den Pfefferkörnern erhitzen, bis sich alles vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen (ein paar Eiswürfel zugeben, um Zeit zu sparen).
- Die Putenbrust in ein großes Gefäß legen, die abgekühlte Lake darübergießen und mit dem restlichen Wasser auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist. 2 bis 6 Stunden ruhen lassen (nicht länger). Nach dem Pökeln die Pute unter kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht zu salzig wird, anschließend gründlich mit Küchenpapier trocknen.
Die Füllung vorbereiten
- Die Lebkuchenscheiben in eine kleine Schüssel geben und mit der Milch übergießen, damit sie weich werden.

- In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, die gehackten Schalotten zugeben und 2 Minuten anschwitzen. Knoblauch und Champignons zufügen und weitere 2 Minuten braten. Dann die Butter und die zerbröselten Maronen zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- In einer Schüssel die Maronen-Champignon-Mischung, die getrockneten Aprikosen, den eingeweichten und ausgedrückten Lebkuchen, die Petersilie und das Ei miteinander vermengen, bis eine gleichmäßige Füllung entsteht.
Füllen und Binden
- Die Putenbrust mit einem scharfen Messer wie ein Buch aufklappen.
- Auf Frischhaltefolie legen. Die sichtbare Seite pfeffern und die Füllung auf einer Hälfte der Fleischfläche verteilen.
- Mit Hilfe der Frischhaltefolie die Brust fest aufrollen, sodass eine kompakte Roulade entsteht.
- Die Speckscheiben nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen.
- Den Braten (ohne Folie) darauf platzieren und mit dem Speck vollständig umwickeln. Falls nötig, mit Küchengarn binden, damit die Form hält.
Garen
- Den Ofen auf 165 °C (Umluft) vorheizen. Den Braten in einen Schmortopf oder eine Auflaufform legen. Knoblauchzehen und Schalotten hinzugeben, dann Weißwein und Geflügelfond angießen.
- 1 bis 1,5 Stunden backen, je nach Größe. Regelmäßig mit dem Bratensaft übergießen. Mit Alufolie abdecken, falls der Speck zu dunkel wird.
Die Sauce zubereiten
- Nach Ende der Garzeit den Braten aus dem Topf nehmen, mit Alufolie und einem Tuch abdecken und ruhen lassen.
- Den Bratensaft filtrieren. Optional: Den gefilterten Bratensaft in einem kleinen Topf einkochen, um den Geschmack zu konzentrieren.
- In einer Pfanne die Butter schmelzen, das Mehl zugeben und eine dunkle Mehlschwitze herstellen.
- Nach und nach den Geflügelfond einrühren, bis eine dicke Sauce entsteht.
- Anschließend den gefilterten Bratensaft zugeben und einige Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf abschmecken.
Servieren
- Die Küchengarne entfernen und den Braten in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.Pro Person 1–2 Scheiben mit Sauce servieren.Dazu passen Kartoffelpüree, Herzoginkartoffeln oder glasierte Karotten.
Notizen
Nährwerte
Was du zu Putenrollbraten servieren kannst
Hier findest du eine kurze Übersicht mit passenden Beilagen, Weinempfehlungen und Dessert-Ideen, die dein Weihnachtsmenü perfekt abrunden:
- Püree: Ob Kartoffelpüree, Selleriepüree oder Pastinakenpüree – alle drei sind wunderbar cremig und eignen sich hervorragend, um die aromatische Bratensauce aufzunehmen. Auch Herzoginkartoffeln passen perfekt zu einem festlichen Putenrollbraten.
- Gemüse: Sehr gut passen geröstetes Ofengemüse wie Karotten, Pastinaken oder Kürbis. Auch glasierte Möhren sind eine schöne, elegante Beilage, die Süße und Farbe auf den Teller bringt.
- Weinempfehlung: Zu diesem Gericht passen sowohl Weiß- als auch Rotweine. Besonders empfehlen kann ich:
- einen buttrigen Weißwein aus dem Burgund,
- einen Pinot Gris aus dem Elsass,
- oder einen leichten Rotwein wie Pinot Noir aus dem Burgund oder Cabernet Franc von der Loire.
- Dessert: Zum Abschluss passen klassische Weihnachtsdesserts wie eine Mousse au Chocolat oder eine Bûche de Noël – beide runden das Menü perfekt ab.
FAQ – Putenrollbraten im Backofen mit Sauce
Ja, absolut! Allerdings empfehle ich dir, ihn erst im letzten Moment zu garen, da das Fleisch dann zarter wird.
Natürlich! Du kannst die Füllung je nach Jahreszeit oder ganz nach deinem Geschmack komplett verändern. Zum Beispiel kannst du im Sommer die Maronen durch eine Olivenfüllung ersetzen, etwas Pesto und ein paar getrocknete Tomaten hinzufügen … das ist köstlich und wunderbar aromatisch. Du kannst auch mit anderen Pilzen, Trockenfrüchten oder frischen Kräutern spielen. Achte nur darauf, dass die Füllung nicht zu feucht ist, damit der Braten schön kompakt bleibt und sich gut aufrollen lässt.
Die perfekte Kerntemperatur liegt bei ca. 80 °C. So ist das Fleisch vollständig durchgegart, bleibt aber saftig. Ein Fleischthermometer ist hier sehr hilfreich.
