Sardinen-Rillettes
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Sardinen-Rillettes sind das typische Last-Minute-Rezept, das ich zubereite, wenn Freunde mal unangekündigt vorbeikommen. Ich habe immer eine Dose Sardinen irgendwo in meinem Vorratsschrank.
Es dauert nur 5 Minuten, man muss nicht kochen und braucht nur zwei Grundzutaten: Sardinen und Frischkäse. Um meinen Sardinen-Rillettes mehr Geschmack zu verleihen, gebe ich gerne Zitronenschale, Schalotten und manchmal auch rosa Pfeffer dazu.
Da es sich um Rillettes handelt, wird für die Zubereitung nicht einmal ein Mixer benötigt. Du brauchst nur eine Schüssel und eine Gabel. Das Ziel ist nämlich, kleinere Stücke zu erhalten, damit sie noch etwas Biss haben.
Auf der Rezeptkarte und im Artikel weiter unten erkläre ich dir alles sehr detailliert: wie man sie aufbewahrt, Ideen für eine ansprechende Präsentation und wie du vorgehen kannst, falls deine Rillettes zu flüssig sind.
Rezeptkarte
Sardinen-Rillettes
Zutaten
- 1 Dose Sardinen in Öl abgetropft (ca. 125 g, d.h. 4 große Sardinen)
- 150 g Frischkäse z.B. St-Môret oder Philadelphia
- 1 kleine Schalotte fein gehackt
- 1 Bio-Zitrone die Schale und die Hälfte des Saftes
- 1 TL rosa Beeren leicht zerkleinert
- Pfeffer
Anleitungen
- Die Sardinen abtropfen lassen, halbieren und die Mittelgräte entfernen.
- Alle Zutaten in eine Schüssel geben (verwende nur die Zitronenschale und ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft).Die Masse anschließend mit einer Gabel zerdrücken. Schmecke es ab.
- Sofort servieren oder 1 Stunde kühl stellen; 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Notizen
Nährwerte
Welche Dosensardinen eignen sich am besten für Rillettes?
Das weißt du sicher schon: Nicht alle Sardinenkonserven sind gleich! Für die Zubereitung von Rillettes ist es besonders wichtig, hochwertige Sardinen auszuwählen.
Ich empfehle dir, nach ganzen Sardinen in Olivenöl zu suchen: Die sind fester und lassen sich gut mit der Gabel zerdrücken. Außerdem kannst du einen Teil des Öls aufbewahren, um einen Schuss davon direkt in deine Rillettes zu geben. Ich weiß, dass es Sardinen ohne Haut und Gräten gibt; das ist zwar praktisch, aber die Konsistenz ist oft zu fein, fast schon püriert. Deshalb rate ich davon ab.
Gabel statt Mixer: So gelingen Sardinen-Rillettes perfekt!
Rillettes leben von ihrer Textur — grob, unregelmäßig, ein bisschen rustikal. Eine Gabel gibt dir genau das: Stücke, die am Toast haften und beim Essen noch etwas zu bieten haben. Der Mixer macht daraus eine glatte Paste, das wären keine Rillettes mehr sondern ein paté.
Und wenn du Rillettes so liebst wie ich, sind meine Lachs-Rillettes das Nächste, was du ausprobieren solltest!
Womit servieren wir Sardinen-Rillettes in Frankreich?
In Frankreich gehören Sardinen-Rillettes zum typischen Apéro — diesem entspannten Moment vor dem Essen, bei dem man sich mit einem Glas Wein zusammensetzt und isst, was gerade da ist. Genau dafür sind diese Rillettes gemacht.
In der Regel servieren wir Sardinen-Rillettes auf Toasts. Dafür backe ich dünne Baguettescheiben mit etwas Olivenöl 8 bis 10 Minuten bei 200 °C (Umluft) im Ofen — fertig! Du kannst auch Cracker oder leicht geröstetes Roggenbrot nehmen. Zur Abwechslung serviere ich die Rillettes gerne auf Chicoréeblättern (wie bei meinen Chicorée-Schiffchen mit Feta), Gurkenscheiben oder mit Möhrenstiften.
Eine Idee, die immer Eindruck macht: die Rillettes direkt in der geöffneten Sardinendose servieren! Und wenn du noch einen weiteren Aufstrich dazu suchst, passt die schwarze Oliventapenade perfekt daneben — ein weiterer südfranzösischer Klassiker.
Wie lange sind selbstgemachte Sardinen-Rillettes haltbar?
Deine Sardinen-Rillettes sind im Kühlschrank maximal 2 Tage haltbar. Gib sie in einen luftdichten Behälter und lege Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche.
Ich rate dir davon ab, sie einzufrieren, da Frischkäse extreme Kälte nicht verträgt: Beim Auftauen zerfällt die Konsistenz und wird körnig.
Wie kannst du feststellen, ob deine Rillettes noch genießbar sind? Zwei Anzeichen: Wenn du einen starken, säuerlichen Geruch wahrnimmst (der über das für Sardinen übliche Maß hinausgeht) oder wenn sich oben eine sichtbare Wasserschicht bildet. In diesem Fall solltest du das Produkt nicht verzehren.
FAQ
Ja, du kannst den Frischkäse durch andere Zutaten wie weiche Butter ersetzen, wodurch die Rillettes cremiger werden und eher an eine traditionelle Sardinenbutter erinnern. Das schmeckt sehr gut auf geröstetem Brot. Oder du ersetzt ihn durch gut abgetropften Quark, dann wird es viel leichter. Du kannst auch Seidentofu für eine laktosefreie Variante ausprobieren. In jedem Fall ändert sich die Konsistenz etwas, aber der Geschmack bleibt erhalten.
Nein, das ist nicht unbedingt nötig. Die Gräten der Sardinen aus der Dose sind ziemlich zart; wenn du sie gut mit der Gabel zerdrückst, spürt man sie in der Zubereitung gar nicht. Ich persönlich ziehe es aber trotzdem vor, sie zur Sicherheit zu entfernen!
Ja, aber man muss sie gut abtropfen lassen, denn die Tomatensauce macht die Rillettes serh feucht. Der Tomatengeschmack kommt im Endergebnis gut zur Geltung, was gut zu grobkörnigem Senf passt. Verzichte in diesem Fall auf Zitrone, da sich die Säure sonst doppelt auswirkt.
Füge einen Löffel Frischkäse hinzu, verrühre alles gut mit einer Gabel und lasse alles 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Die Konsistenz wird fest, wenn sie kalt ist. Beim nächsten Mal: lasse die Sardinen abtropfen und tupfe sie mit Haushaltspapier gut ab, so fallen sie nicht auseinander: das macht den Unterschied.
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Die Aromen haben sich dann noch besser entfaltet und deine Rillettes schmecken noch besser. Decke sie gut mit Frischhaltefolie ab und nimm die Rillettes zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit sie sich gut verstreichen lassen.
Weitere Ideen für Häppchen
Wenn du nach weiteren schnellen Rezepten suchst, die du im Voraus oder in letzter Minute zubereiten kannst, passen diese Ideen gut zu den Sardinen-Rillettes auf einem gemeinsamen Brett:
Perfekt! Einfach zu machen und sehr gut!
Wunderbar, Günter, so soll es sein. Vielen Dank, Géraldine
Das ist ja eine ganz tolle Idee. Davon hatte ich zuvor noch nie gehört. Werde ich unbedingt ausprobieren. Ist schnell gemacht und sicherlich sehr würzig. Freue ich mich drauf.
Super, Hilde, dann viel Spaß dabei. Berichte mir gerne von Deiner Erfahrung damit. Bon appétit, Géraldine