Socca aus Nizza (einfaches Rezept)
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Hast du schon mal Socca probiert? Wenn du dieses traditionelle Kichererbsen-Fladenbrot aus Nizza noch nie gegessen hast, verpasst du definitiv etwas. Diese im Ofen gebackene Version lässt sich super schnell und einfach zu Hause zubereiten. Außerdem ist es von Natur aus glutenfrei und reich an pflanzlichem Protein. Heute teile ich mein gelingsicheres Rezept mit dir, damit du dir ein Stück Südfrankreich direkt in deine Küche holen kannst!
In diesem Artikel
Was ist Socca?
Socca ist eine der berühmtesten kulinarischen Spezialitäten der Stadt Nizza in Südfrankreich. Man findet sie auch auf der anderen Seite der Grenze in Italien, in Ligurien, wo sie Farinata genannt wird.
Es handelt sich um ein großes Fladenbrot aus Kichererbsenmehl, Wasser und Olivenöl, das traditionell bei sehr hohen Temperaturen in einer großen gusseisernen oder kupfernen Schüssel gebacken wird. Sie wird warm in Stücke geschnitten und großzügig gepfeffert serviert. Die Einheimischen essen sie einfach mit den Händen, als Aperitif oder auf die Schnelle, oft zusammen mit einem kühlen Glas Roséwein oder einem Pastis!
👉Rezeptkarte
Socca aus aus Nizza (einfaches Rezept)
Kochutensilien
- 1 runde Form mit 28 cm Durchmesser aus Gusseisen, Stahl oder eine antihaftbeschichtete Kuchenform
Zutaten
- 125 g Kichererbsenmehl
- 250 ml Wasser
- 2 EL Olivenöl plus 1 Esslöffel zum Einfetten der Schüssel
- 1 Prise Kräuter deiner Wahl Rosmarin, Thymian oder Oregano, getrocknet oder frisch und gehackt
- 1 Prise Salz
Zum Servieren:
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Prise Fleur de sel oder Meeressalz
- 1 Stiel frischer Rosmarin
Anleitungen
Zubereitung des Teiges
- Gib das Kichererbsenmehl in eine große Schüssel und dann nach und nach das Wasser hinzugeben, kräftig mit dem Schneebesen schlagen, damit sich keine Klumpen bilden. Die Konsistenz sollte flüssig sein, wie ein etwas dickerer Crêpe-teig.
- Dann Olivenöl, Salz und die Kräuter deiner Wahl unterrühren.
- Lasse den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen oder stelle ihn idealerweise über Nacht in den Kühlschrank. Wenn der Teig nach der Ruhezeit zu sehr eingedickt ist, gib etwas kaltes Wasser hinzu und verrühre es.
Backen
- Heize den Backofen auf 230 °C Umluft vor. Stelle eine gusseiserne oder edelstählerne Pfanne für mindestens 10 Minuten hinein, damit sie glühend heiß wird.
- Nimm die heiße Pfanne aus dem Ofen. Gib einen großzügiger Spritzer Olivenöl auf den Boden und gieße den Teig so hinein, dass eine dünne Schicht von 2 bis 3 mm entsteht.
- Schiebe sofort für 10-12 Minuten in den Ofen, bis die Oberseite goldbraun gebacken st.
- Nimm die Socca aus dem Ofen und stürze sie direkt vorsichtig aus der Pfanne, ohne sie abkühlen zu lassen. Schneide sie in 8 Stücke und serviere sie heiß mit Salzflocken, gemahlenem Pfeffer und frischem Rosmarin.
Nährwerte
Die Zutaten für Socca
Das Beste an Socca ist, wie unglaublich einfach sie ist. Ursprünglich ein einfaches Gericht aus Nizza, wurde sie erfunden, um sowohl günstig als auch nahrhaft zu sein. Für den Teig brauchst du lediglich:
- Kichererbsenmehl
- Kaltes Wasser
- Olivenöl und Salz
Die Proportionen kann man sich einfach merken: Für eine Portion Kichererbsenmehl nimmt man das doppelte Gewicht an kaltem Wasser (z.B.: 100 g Mehl auf 200 g Wasser). Du kannst die Mengen also leicht an die Anzahl der Gäste anpassen!
Zu beachten: Die Konsistenz des Teiges sollte einem etwas dickeren Crêpe-Teig ähneln, also recht flüssig sein.
Meine persönliche Note: Auch wenn es nicht im traditionellen Rezept steht, gebe ich sehr gerne eine Prise frischen Oregano, Thymian oder Rosmarin in den Teig. Ich finde, dass dies einen wunderbar mediterranen Duft verleiht, der die Kichererbsen veredelt.
Meine 5 Tipps für eine knusprige Socca
Wie bei vielen einfachen Rezepten machen auch hier die kleinen Details den großen Unterschied! Bei der Socca geht es darum, die Ränder knusprig und einen weichen Kern zu bekommen. Hier sind meine Tipps, damit sie jedes Mal perfekt gelingt:
- Die richtige Pfanne wählen: In Nizza wird Socca traditionell in einer riesigen Kupferpfanne (un plat en cuivre) gebacken. Für zu Hause empfehle ich dir eine schwere Gusseisen- oder Kohlenstoffstahlpfanne (ideal sind 25 bis 30 cm) – oder alternativ ein Pizzablech aus Blaublech oder eine emaillierte Tarteform. Hauptsache du darfst es bei 240 °C Grad erhitzen.
- Den Teig ruhen lassen: Lasse den Teig mindestens 30 Minuten lang ruhen (oder noch besser: über Nacht im Kühlschrank). So kann das Kichererbsenmehl die Flüssigkeit aufnehmen, was verhindert, dass die Socca beim Backen reißt.
- Die Pfanne vorheizen: Heize deine Pfanne mindestens 10 Minuten lang vor, während der Ofen aufheizt. Wenn du den Teig dann in die Pfanne gießt, entsteht ein Temperaturschock, und die Socca wird sofort stocken, so dass sie nachher nicht kleben bleibt.
- Großzügig einfetten: Sei großzügig mit dem Olivenöl auf dem Boden der heißen Pfanne. Die Socca sollte in der Pfanne fast schon frittieren, um diese ultra-knusprige Kruste zu bekommen.
- Kräftig würzen: Kichererbsenmehl ist von Natur aus eher geschmacksneutral. Bestreue die Socca direkt nach dem Backen mit Meersalz oder Fleur de Sel und reichlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer.
Wie serviert man Socca?
Die Socca muss unbedingt sofort nach dem Backen gegessen werden, wenn sie noch schön warm und knusprig ist. So servieren wir sie in Frankreich:
- Als Aperitif: In Stücke geschnitten. Du kannst eine schwarze Tapenade oder eine grüne Tapenade hinzufügen. Weniger typisch, aber genauso gut, schmeckt dazu eine Sauce aus Crème fraîche oder Joghurt und Kräutern.
- Als leichtes Abendessen: Ich persönlich liebe es, die Socca mit einem Tomatensalat oder einem Ratatouille zu servieren. Als Vorspeise: meine kalte Gurkensuppe!
- Version „Socca-Pizza“: Eine leckere Version, die ich oft mache: Wenn die Socca fertig gebacken ist, bedecke sie mit einer hausgemachten Tomatensoße, einigen Stücken Mozzarella und platziere sie noch einmal für 2 Minuten unter den Ofengrill.
Häufig gestelllte Fragen
Ja, unbedingt! Er schmeckt sogar noch besser. Du kannst den Teig am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Denke nur daran, ihn mit einem Schneebesen gut durchzurühren, bevor du ihn in deine warme Backform gießt, denn das Kichererbsenmehl neigt dazu, sich am Boden abzusetzen.
Wenn du kein schweres Gusseisen oder traditionelles Kupfergeschirr besitzt, greif am besten zu einem Pizzablech aus Blaublech, einer emaillierten Kuchenform oder einer ofenfesten Edelstahlpfanne. Wichtig ist, dass die Form aus Metall besteht, extreme Temperaturen verträgt und knallheiß vorgeheizt wird, damit der Teig sofort perfekt stocken kann. Lass Glas- oder Keramikformen lieber im Schrank – sie leiten die Hitze zu langsam und die Socca würde darin eher matschig als knusprig werden.
Wenn deine Socca weich bleibt, kann das an zwei Dingen liegen: Entweder waren dein Ofen und deine Pfanne nicht heiß genug, als du den Teig eingefüllt hast, oder dein Socca war zu dick. Achte darauf, dass die Teigschicht in der Form nicht dicker als 2 bis 3 mm ist. Aktiviere ggfs. die Grillfunktion deines Backofens während der letzten 2 Minuten der Backzeit.
Die Socca ist definitiv am besten, wenn sie frisch aus dem Ofen kommt. Wenn du noch etwas übrig hast, solltest du es nicht in der Mikrowelle erwärmen da es sonst matschig wird. Erhitze sie stattdessen ein paar Minuten in der Pfanne mit einem Schuss Olivenöl oder lege sie unter den Grill deines Backofens, um sie wieder knusprig zu machen.