Rouille – authentisch & einfach gemacht
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Rouille gehört zu den Saucen, die ich schon seit Jahren nach ein und demselben Rezept zubereite. Als Französin koche ich sie ganz unkompliziert und ohne viel Schnickschnack. Hier teile ich mit dir, wie ich meine Sauce Rouille zubereite – aromatisch, cremig und vielseitig einsetzbar, nicht nur zur Bouillabaisse.
In diesem Artikel
Rezeptkarte
Sauce rouille
Zutaten
- 150 ml Olivenöl
- 2 Eigelb
- 1 EL Dijon-Senf
- 2 Knoblauchzehen
- 6 Safranfäden
- 1 TL Zitronensaft
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Cayennepfeffer oder Piment d’Espelette
- 2 Scheiben Baguette oder 1 Scheibe Weißbrot
- 60 ml Wasser oder Fischfond
Anleitungen
- Vorbereiten: Weiche das Brot in Wasser oder Fischfond ein (am besten direkt in etwas warmer Bouillabaisse-Flüssigkeit!). Vermische in einer kleinen Schüssel die Safranfäden mit dem Zitronensaft und lass sie kurz ziehen.
- Mixen: Gib das ausgedrückte Brot, den Safran-Mix, Eigelbe, Knoblauch, Senf und die Gewürze in einen Mixbecher. Püriere alles kurz zu einer glatten Paste.
- Emulgieren & Kühlen: Gieße das Olivenöl bei laufendem Mixer in einem dünnen Strahl ein, bis die Sauce dickflüssig und cremig ist. Schmecke sie mit Salz, Paprika oder Piment d’Espelette ab und stelle sie vor dem Servieren für 30 Minuten kalt.
Video
Notizen
Nährwerte
Welche Zutaten man für Rouille wirklich braucht
Eigentlich ist eine Sauce Rouille nichts anderes als eine feine Mayonnaise, die mit Knoblauch, Safran und Gewürzen verfeinert wird. Traditionell serviert man sie zur Bouillabaisse – aber sie kann noch so viel mehr!
- Olivenöl: Wähle ein hochwertiges natives Olivenöl extra.
- Eigelb: Sorgt als natürlicher Emulgator für die Bindung.
- Knoblauchzehen: Der Charakter der provenzalischen Küche! Ich nutze meist 2 Zehen für die richtige Würze. Aber du kannst weniger verwenden!
- Safranfäden: Sie geben der Sauce nicht nur das Aroma, sondern auch die typische Farbe.
- Paprikapulver & Piment d’Espelette: Diese geben der „Rost-Sauce“ (französisch: rouille) ihre rötliche Färbung und eine feine Schärfe.
- Weißbrot: Das ist das Geheimnis der Textur! Man nutzt ein eingeweichtes Brot, um die Sauce fester und cremiger als eine normale Mayonnaise zu machen.
Meine Tipps, damit die Sauce Rouille perfekt gelingt
Damit diese französische Knoblauch-Sauce beim ersten Mal klappt, beachte diese zwei goldenen Regeln:
- Zimmertemperatur: Wie bei einer Mayonnaise sollten alle Zutaten (besonders Ei und Öl) die gleiche Temperatur haben, damit sie sich optimal verbinden.
- Langsam das Öl einfügen: Gieße das Olivenöl anfangs nur tröpfchenweise und dann in einem ganz dünnen Strahl ein, während der Mixer (ob du es per Hand schlägst) läuft.
So bereite ich Rouille zu, damit sie schön cremig wird
Du wirst sehen, Rouille selber machen dauert nicht länger als 5 Minuten! Du kannst sie entweder im Mixer zubereiten oder von Hand, wie im traditionellen Rezept.
Zuerst weiche ich das Brot in etwas Wasser oder (noch besser!) in einem Schluck warmer Bouillabaisse, wenn du die Rouille mit einer Bouillbaisse servierst, ein.
Variante 1: Schnell mit dem Stabmixer
- Mixen: Alle Zutaten außer dem Öl in einen hohen Becher geben und glatt pürieren.
- Emulgieren: Bei laufendem Mixer das Olivenöl in einem dünnen Strahl langsam einfließen lassen, bis die Sauce dick und cremig wird.
Variante 2: Traditionell per Hand (oder Handmixer)
- Paste: Knoblauch, eingeweichtes Brot, Eigelb und Gewürze in einer Schüssel zu einer feinen Paste zerdrücken.
- Aufschlagen: Mit dem Schneebesen (oder Handmixer) das Öl anfangs tröpfchenweise und dann im dünnen Strahl kräftig unterrühren, bis die Masse bindet.
Wozu passt Sauce Rouille außer zur Bouillabaisse?
Auch wenn wir sie in Frankreich fast immer klassisch zur Bouillabaisse essen, mag ich die Rouille so sehr, dass ich sie gerne zu diesen Gerichte servieren:
- Zu geröstetem Baguette: Einfach als Aperitif.
- Zu gegrilltem Fisch: Ein Klecks Rouille wertet jedes Fischfilet wie ein gebratenes Lachsfilet auf.
- Zu Meeresfrüchten: Probiere sie unbedingt mal als Dip für Garnelen!
FAQ: Sauce Rouille
Die Rouille provençale ist eine Spezialität aus Südfrankreich, genauer gesagt aus Marseille. Ihr Name bedeutet „Rost“, was auf die markante rötliche Farbe durch Safran und Paprika anspielt.
Da wir mit frischem Eigelb arbeiten, solltest du die Sauce abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchen.
Verwende mildes Paprikapulver und ersetze den Cayennepfeffer durch eine kleinere Menge Piment d’Espelette. So bleibt das Aroma erhalten, aber die Schärfe ist dezenter.
Nein. Aioli ist eine reine Knoblauch-Mayonnaise. Die Rouille hingegen wird durch Safran, Chili und eingeweichtes Brot verfeinert, was ihr eine völlig andere Textur und Farbtiefe verleiht.
Möglich ist es, aber ich empfehle es nicht. Das Brot gibt der Sauce die authentische, rustikale Konsistenz. Für eine glutenfreie Variante kannst du eine kleine gekochte, zerdrückte Kartoffel verwenden.
Cette super sauce rouille ,vraiment simple et facile a faire
Merci beaucoup Georgette. Bon appétit, Géraldine
Die Rouille schmeckte exakt so, wie ich es aus Nizza kannte. Die bouillabaisse und rouille waren sensationell gut, selbst meine Frau, die eigentlich kein Freund von Fisch ist, war begeistert.
Danke, Ulli, das freut mich wirklich sehr. Bon appétit, Géraldine
Hallo Geraldine
Ich werde die Bouillabaisse nach kochen
mach so weiter ein bischen Frankreich zu erleben finde ich gut
Gruß Thomas merk
Dankeschön Thomas. Viel Erfolg beim Nachkochen. Gib mir gerne eine Rückmeldung, wie es geklappt hat. Géraldine