Ratatouille, traditionelles Rezept

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Vorbereitung: 15 Minuten
Zubereitung: 1 Stunde
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Das provenzalische Ratatouille ist für mich das Sommergericht schlechthin. Ein traditionelles Rezept! Es ist ein einfaches, geschmackvolles Gericht, das das Gemüse der Sonne hervorhebt. Ich bereite es immer in großen Mengen zu, da es zu allem passt und aufgewärmt sogar noch besser schmeckt… oder auch kalt am nächsten Tag!

Ein weißer Topf mit gekochtem Ratatouille, das aus gehackten Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten besteht, steht auf einer karierten Serviette mit einem Holzlöffel und frischen Kräutern in der Nähe.

Ratatouille ist ein provenzalisches Gericht aus Südfrankreich, das mit Sommergemüse wie Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten zubereitet wird. Der Name leitet sich von dem Verb „touiller“ ab, was so viel wie mischen bedeutet.

Zutaten für ein provenzalisches Ratatouille

Du brauchst nicht viel, um ein echtes hausgemachtes Ratatouille zuzubereiten: Gemüse der Saison, einige Kräuter und ein gutes Olivenöl reichen aus! Die genauen Mengenangaben findest du auf der Rezeptkarte am Ende des Artikels.

  • Gemüse: Die vier wichtigsten Gemüsesorten sind Aubergine, Zucchini, Paprika (rot, grün oder gelb) und Tomate (vorzugsweise frisch).
  • Zwiebel und Knoblauch: Die aromatische Basis von Ratatouille. Die Zwiebel verleiht dem Gericht eine süße Note, während der Knoblauch ihm Charakter verleiht.
  • Olivenöl: Zum Anbraten von Gemüse ist es ein Muss in der provenzalischen Küche. Wähle ein hochwertiges, fruchtiges Olivenöl, damit sich der volle Geschmack des Gerichtes entfalten kann.
  • Kräuter: Thymian, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut… Manchmal füge ich ein Lorbeerblatt hinzu, um einen Hauch mehr Aroma zu erhalten. Du kannst meine Kräutern der Provence oder frische Kräuter verwenden.
Eine Auswahl an frischem Gemüse, Pfeffermühlen, Olivenöl und Gewürzen sind auf einer Küchentheke vor einem Ofen arrangiert.

Das traditionelle Ratatouille-Rezept

  1. Gemüse vorbereiten: Alles in kleine Würfel schneiden. Die Aubergine mit etwas Salz bestreuen und 30 Minuten entwässern lassen, um Bitterstoffe zu entfernen.
  2. Gemüse separat anbraten: In einem Schmortopf das Gemüse nacheinander (sehr wichtig!) mit etwas Olivenöl anbraten – zuerst die Aubergine, dann Zucchini und Paprika. Beiseite stellen.
  3. Tomatenbasis zubereiten: In demselben Schmortopf die Zwiebel anschwitzen, dann Knoblauch und frische Tomaten hinzufügen. Einige Minuten köcheln lassen, bis eine Soße entsteht.
  4. Sanft schmoren lassen: Das Gemüse zurück in den Topf geben, Kräuter der Provence, Salz und Pfeffer dazugeben. Vorsichtig umrühren, abdecken und bei schwacher Hitze 15–20 Minuten sanft schmoren, ohne zu oft umzurühren.

📌 Tipp von Géraldine: Für noch mehr Geschmack: Den abgedeckten Topf bei 160 °C für 20–25 Minuten in den Ofen stellen, statt auf dem Herd zu schmoren.

So kannst du deine Ratatouille kreativ abwandeln

Noch etwas Ratatouille übrig oder einfach Lust auf Abwechslung? Hier sind drei leckere Ideen, die den provenzalischen Charakter bewahren:

  • Ofen-Variante: Schneide das Gemüse grob, verteile es auf einem Blech, beträufle es mit Olivenöl und backe es bei 180 °C für 45–50 Minuten. Die erste Hälfte abgedeckt, dann offen weitergaren – so entsteht eine leicht geröstete, aromatische Textur. Eine meiner Lieblingsvarianten aus dem Kochbuch!
  • Als Shakshuka: Erwärme die Ratatouille in einer Pfanne, forme kleine Mulden und gib jeweils ein Ei hinein. Zugedeckt garen, bis das Eiweiß gestockt ist (siehe hier).
  • Kalt als Salat: Ratatouille komplett abkühlen lassen, mit einem Schuss Balsamico, frischem Basilikum und ein paar schwarzen Oliven verfeinern.

Wie serviert man Ratatouille Provençale?

Ratatouille passt einfach immer – ob als einfaches Mittagessen, zum Picknick oder zum leichten Abendessen. Hier ein paar Ideen:

  • Als Beilage zu Hähnchen
  • Für ein vegetarisches Gericht mit Couscous, Reis oder Polenta (auch als Polenta-Pommes!)
  • Kalt auf getoastetem Brot mit etwas Ziegenkäse
  • Oder als Füllung für eine herzhafte Quiche – wie bei meiner Gemüsequiche!

Rezeptkarte

4.7 von 75

Ratatouille, traditionelles Rezept

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Es ist eines der typischsten Gerichte der Provence: Ratatouille! Es ist auch eines der ersten, das ich mit meiner Mutter zu kochen gelernt habe. Hier ist also mein Rezept für ein traditionelles Ratatouille, einfach, zart schmelzend und voller Geschmack.
Ein weißer Topf mit gekochtem Ratatouille, das aus gehackten Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten besteht, steht auf einer karierten Serviette mit einem Holzlöffel und frischen Kräutern in der Nähe.
Portionen 6
Calories 69 kcal
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Zutaten
  

  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Aubergine in Würfel geschnitten
  • 2 Zucchini in Würfel geschnitten
  • 1 rote Paprikaschote in Würfel geschnitten
  • 1 grüne Paprikaschote in Würfel geschnitten
  • 6 frische Tomaten grob zerkleinert
  • 1 gelbe Zwiebel gehackt
  • 3 Knoblauchzehen gehackt
  • 1 Esslöffel Kräuter der Provence
  • Salz und Pfeffer

Anleitungen
 

  • In einer großen Pfanne oder einem Schmortopf die Aubergine in etwas Olivenöl 5 Minuten lang anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
  • Brate die Zucchini und dann die Paprika an, wobei sie leicht gebräunt werden. Das Gemüse nach und nach beiseite stellen. Wenn nötig, etwas Öl hinzufügen.
  • In demselben Topf die Zwiebel 2 Minuten lang anbraten. Füge den Knoblauch und die gehackten Tomaten hinzu. Lasse das Ganze 5 Minuten köcheln.
  • Gib das gesamte Gemüse zurück in den Topf. Füge die Kräuter der Provence hinzu, salze und pfeffere. Rühre vorsichtig um. Lasse den Topf zugedeckt bei schwacher Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln, ohne zu viel umzurühren. Warm zu gegrilltem Fleisch oder Fisch oder kalt auf Toast mit etwas Frischkäse servieren.

Notizen

  • Für eine noch zartere Version stelle den abgedeckten Topf in den auf 160 °C vorgeheizten Backofen und lasse das Gemüse 25-30 Minuten garen, anstatt es auf dem Herd zu köcheln. Du kannst die Zeit anpassen, je nachdem, ob du das Gemüse lieber knackig oder durchgegart magst.
  • Ratatouille kann 4 bis 5 Tage in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Nährwerte

Calories: 69kcal | Carbohydrates: 15g | Protein: 3g | Fat: 1g | Saturated Fat: 0.1g | Polyunsaturated Fat: 0.2g | Monounsaturated Fat: 0.04g | Sodium: 22mg | Potassium: 622mg | Fiber: 5g | Sugar: 10g | Vitamin A: 1351IU | Vitamin C: 51mg | Calcium: 52mg | Iron: 2mg
Schon ausprobiert?Tagge @la.cuisine.de.geraldine auf Instagram und sag mir wie es war!

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Ratatouille einfrieren?

Ja! Ratatouille kann sehr gut im Gefrierschrank für 2 bis 3 Monate aufbewahrt werden. Erwärme es langsam, damit es die ursprüngliche Konsistenz behält.

Kann man Ratatouille ohne Paprika zubereiten?

Auf jeden Fall. Du kannst es durch Möhren oder gerösteten Fenchel ersetzen.

Warum ist mein Ratatouille zu flüssig?

Wenn dein Ratatouille zu saftig ist, kann es an den Tomaten liegen. In diesem Fall lasse die Tomaten offen köcheln.

Sollte man das Gemüse getrennt kochen?

Es ist natürlich nicht zwingend erforderlich, dass du jede Gemüsesorte separat kochst, um ein Ratatouille zuzubereiten. Aber es sorgt dafür, dass jede Gemüsesorte seine Konsistenz behält und verhindert, dass z.B.: die Zucchini beim Kochen zu sehr zerfällt. Und in der Praxis dauert es auch nicht viel länger!

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24 Kommentare

  1. Hallo Geraldine,

    ich habe heute Ratatouille allerdings nach meinem vorhanden Rezept gemacht, das sich nur in Nuancen von deinem unterscheidet. Ich habe anstatt frische Tomaten eine große Dose geschälte Tomaten genommen, weil ich eh keine gescheite, frische bekomme und anstatt der gelben Zwiebel eine mittelgroße Gemüsezwiebel (aber vlt. ist das ja sogar dasselbe).

    Ein Tipp von dir war aber sehr hilfreich besonders bei den gerade herrschenden Temperaturen: ich habe das Gemüse in den Backofen geschoben. Geschmacklich eindeutig besser als auf dem Herd köcheln

    LG Michael

  2. Hallo Geraldine,

    kaum habe ich deine Seite entdeckt, da habe ich auch schon eine Frage:
    Du nutzt Olivenöl zum anbraten ( ich auch). Man liest aber immer wieder, dass Olivenöl nicht zu heiß werden darf, da es dann bitter wird. Nutzt du „Olivenöl zum anbraten“ wie es zum Beispiel von Alnatura angeboten wird oder ganz „normales“ gutes Olivenöl.

    Du kannst mir gerne direkt per E-Mail antworten, falls die Frage nicht von allgemeinem Interesse ist.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Michael

    P.S. Morgen gibt’s übrigens Ratatouille zum Mittag

    1. Danke für Deinen netten Kommentar, Michael. Ich nutze normales qualitativ hochwertiges Olivenöl.Hochwertiges Olivenöl enthält natürliche Bitterstoffe, wie Polyphenole, die von den Oliven stammen und für den leicht bitteren Geschmack verantwortlich sind. Es wird aber beim Anbraten nicht bitterer. Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Nachkochen und Genießen. Bon appétit Géraldine

  3. Hallo Géraldine,
    Ich bin immer fasziniert von deinem
    Rezepten und habe schon einiges nachgekocht.
    Beim Kochen bin ich schon begeistert
    – beim Verzehren noch mehr.

  4. Hallo!
    Ich würde gerne das Ratatouille nachkochen. Mich würde Interessieren, sind deine „Portionsangaben“ als Beilage gedacht oder als Hauptgericht?
    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim

    1. Danke, Joachim, für Deinen Kommentar. Du kannst das Ratatouille mit meinen Portionsangaben gut als Gemüsebeilage servieren. Wenn aber ein Hauptgericht leicht ausfallen soll, dient dieses Gericht perfekt als Hauptspeise. Bonne appétit Géraldine

  5. 5 Stern
    Hallo Geraldine,
    ich habe Ihren Blog entdeckt und ganz gezielt nach Ratatouille gesucht, da es ja absolut typisch ist für die französische Küche.
    Da es aus der Provence kommt wundere ich mich, dass es nur mit Thymian gekocht wird und nicht mit der Mischung „Kräuter der Provence“.
    Danke für die Rezepte
    Gruß Bea

    1. Danke Beate. Freut mich sehr, dass dir meine Rezepte gefallen. Berichte mir gerne, ob es dir mit der Kräutermischung der Provence auch gut schmeckt. Géraldine

  6. Hallo Geraldine
    Bevor ich es serviere gebe ich ein wenig Basilikiumpesto obendrauf. Habe ich in der Provence gelernt. Ich lebe schon seit längerem im Süden Frankreichs. Und ich koche eine ganze Pimet d‘Espelette mit.

  7. Ich schneide die Aubergine in feine Scheiben und drücke das Wasser raus. Danach brate ich sie separat an. Die restlichen Zutaten kommen wie oben beschrieben in 1 Topf. Habe das so abgeändert, da die Auberginen oft eine Konsistenz wie Gummi hatten. Vielen Dank für das leckere Rezept.