Madeleines Rezept – französisch & einfach
Klick auf die Sterne zum Bewerten!
Heute zeige ich dir mein Lieblingsrezept für weiche, fluffige französische Madeleines. Sie sind herrlich aromatisch und ganz einfach nachzubacken. Und das Beste: Ich verrate dir meinen Geheimtrick für die typische Beule, die echte Madeleines so besonders macht. Ein kleines Stück Frankreich, direkt aus dem Ofen!
Was sind Madeleines?
Madeleines sind kleine, muschelförmige Sandkuchen aus Frankreich. Außen sind sie goldbraun, innen weich und saftig, und bekannt für ihre typische „Beule“, der sich beim Backen bildet.
Ursprünglich stammen sie aus der Region Lothringen, genauer gesagt aus der Stadt Commercy. In ganz Frankreich sind Madeleines heute berühmt, auch dank Marcel Prousts Buch Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Darin taucht er eine Madeleine in Tee, was eine Welle von Kindheitserinnerungen auslöst. Seitdem stehen Madeleines als Symbol dafür, wie Essen starke Gefühle und Erinnerungen wecken kann.
Über das Madeleine-Rezept
Es hat eine Weile gedauert, bis ich das perfekte Rezept gefunden habe – leicht, aromatisch und mit der typischen schönen „Beule“. Aber jetzt, wo ich es habe, gelingen sie jedes Mal perfekt.
Lies dir unbedingt meine Tipps am Ende durch, damit du die häufigsten Fehler vermeiden kannst.
Madeleines Rezept – französisch und einfach
Kochutensilien
- 1 Madeleines-Backorm aus Metall
Zutaten
- 2 Eier Größe M
- 100 g Zucker
- 1 EL flüssiger Honig z.B.: Akaziehonig
- 150 g Weizenmehl Typ 450 oder 550
- 125 g Butter geschmolzen und leicht abgekühlt
- 1 TL Backpulver ca. 5 g
- 1 Prise Salz
- 2 TL Orangenblütenwasser oder abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Anleitungen
- Eier, Zucker und Honig in einer Schüssel aufschlagen, bis die Mischung hell und schaumig wird.
- Mehl, Backpulver und Salz vorsichtig unterheben, nicht zu lange rühren.
- Die geschmolzene Butter langsam einarbeiten, bis der Teig glatt ist. Mit Orangenblütenwasser oder Zitronenschale aromatisieren.
- Den Teig abgedeckt mindestens 1 Stunde kalt stellen, idealerweise über Nacht.
- Backofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Madeleines-Backform fetten und bemehlen.
- Den Teig zu 3/4 einfüllen.
- Für 4 Minuten lang bei 220 °C backen, dann Temperatur auf 180 °C senken weitere 6-8 Minuten backen.
- Madeleines leicht abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen.
Notizen
Nährwerte
Madeleines: Meine Tipps für eine schöne Hügel-Form!
Der Temperaturschock, das wahre Geheimnis!
Das Geheimnis für eine schöne Erhebung auf deinen Madeleines ist der Temperaturschock. Er sorgt für den typischen Druck in der Teigmitte und lässt sie schon in den ersten Minuten im Ofen plötzlich aufgehen. Warum das so ist: Wenn der gut gekühlte Teig in den sehr heißen Ofen kommt, wird der Rand sofort fest, während das Innere -noch kalt- deutlich länger braucht, um warm zu werden. Das Ergebnis: Der Dampf bleibt für einen Moment im Teig eingeschlossen, was diesen charakteristischen vertikalen Auftrieb erzeugt.
Damit das klappt, empfehle ich dir diese drei Tipps:
- Den Teig ruhen lassen: Ich lasse den Teig mindestens 2 Stunden im Kühlschrank, am liebsten aber über Nacht. Wenn es schnell gehen muss, mache ich 20 Minuten im Kühlschrank + 10 Minuten im Gefrierfach. Und wenn -wie es mir im Sommer oft passiert- sich der Teig beim Einfüllen in die Form wieder erwärmt (er wird dann glänzend), zögere nicht, das Blech vor dem Backen noch einmal für 30 Minuten bis 1 Stunde zu kühlen.
- Zweistufiges Backen: Um diesen Temperaturschock auszulösen, backe ich die Madeleines zunächst 4 Minuten bei 220 °C , dann senke ich die Temperatur auf 180 °C und backe sie weitere 6 bis 8 Minuten, bis sie schön goldbraun sind. Diese Methode lässt die Ränder schnell fest werden, während das Innere des Teigs allmählich aufgehen kann.
- Die richtige Backform: Ich habe viele Formen ausprobiert, aber seit ich eine Metallform verwende, ist das Ergebnis viel besser: Die Madeleines backen gleichmäßiger, die Hügel bilden sich schöner und die Ränder bräunen perfekt.
Wichtig! Während des Backens die Ofentür niemals öffnen, sonst entweicht die Hitze und die Hügel können einfallen.
Variationen: So kannst du dein Madeleines-Rezept abwandeln
Hier sind ein paar einfache Ideen, wie du das Grundrezept der Madeleines ganz nach deinem Geschmack verfeinern kannst:
- Mit Konfitüre gefüllt: Gib etwas Teig in die Form, setze einen kleinen Löffel Konfitüre in die Mitte und bedecke sie mit etwas weiterem Teig.
- Mit Schokoladenstückchen: Rühre sie kurz vor dem Einfüllen in den gut gekühlten Teig.
- Mit Vanille: Ersetze das Orangenblütenwasser durch eine aufgeschnittene Vanilleschote oder 1 TL natürliches Vanilleextrakt.
- Mit Matcha: Gib 1 TL Matcha-Pulver zum Mehl für eine Madeleines-Variante mit pflanzlichem Aroma und feiner grüner Farbe.
Häufige Fragen zum Madeleines-Rezept
Ja, zum Beispiel durch:
Oft liegt es daran, dass der Teig zu warm oder der Ofen nicht heiß genug ist.
Ja, lasse sie vollständig abkühlen und friere sie in einem gut verschlossenen Beutel ein. Du kannst sie später
Lass sie
Verwende am besten
Ein
super rezept! perfekte erklärungen, kein schnick-schnick. fantastisches ergebnis 💜
Super! Das freut mich sehr, blu. Vielen Dank. Géraldine
Backpulver in klassische Madeleines?! Mais non, Madame, jamais. Wer backen kann (und weiss auch, was er/sie tut), verwendet kein Backpulver.
Ja, so besteht dieses Rezept in unserer Familie. Wenn es aber bei Dir auch anders gut schmeckt, ist es doch wunderbar. Géraldine
Habe sie erstmals und mit Margarine zubereitet, weil Butter für mich nicht so gut verträglich ist: Ergebnis: Beule gekommen, schmecken wunderbar!
Danke für die Tips!
Hab das Rezept das erste mal ausprobiert.
Leider stimmt es nicht mit der Beule.
Hab den Teig über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Morgen das Rezept weitergemacht.
Aber leider funktioniert es nicht. Madeleines sind nur aufgegangen kam aber keine Beule.
Schade!
Danke, Anne, für Deine Rückmeldung. Wenn die Madeleines aufgegangen sind, haben sie auf jeden Fall die weich-zarte Textur, die sie ebenfalls einzigartig macht und auch die richtige Form. Geschmacklich sind sie perfekt so. Sicher stellt sich beim nächsten Ausprobieren auch alles weitere ein. Weiterhin viel Erfolg und bon appétit, Géraldine
Ist es Ihr Ernst sich deswegen Sorgen zu machen?! Ich kann mir kaum vorstellen, dass zur Entstehungszeit (18. Jh.) dieses Gebäckes so ein alberner Buckel die Madeleines verunziert hat. Kommt mir so vor, als ob bei einer perfekt gebratener, saftigen Ente die Knochen der Star sein sollten… (Meine Madeleines haben einen gesunden Rücken ohne Buckel und einen feinen Geschmack.)
Sehr gut, Lucullina, schließlich zählt hauptsächlich das Ergebnis. Weiterhin viel Erfolg, Géraldine
Die Madeleines sehen wunderschön und zum Anbeißen aus. Sind ein Hingucker auf jeder Kaffeetafel.
Danke für diesen netten Kommentar 🙂 Ich finde auch Madeleines sehen sofort super aus! Géraldine