Nizza-Salat, das echte Originalrezept
Der Nizza-Salat ist ein Sommerklassiker! Ich zeige dir das echte Originalrezept aus Nizza, das ursprünglich nur aus den Grundzutaten (Tomaten, Sardellen, Olivenöl) besteht, welche du noch dazugeben kannst, um es authentisch zu halten – und welche wirklich nicht hineingehören.
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Der Nizza-Salat oder Salade Niçoise, wie wir ihn in Frankreich nennen, ist ein Kultgericht und ein absolutes Muss im Sommer. In Frankreich sorgt er oft für Diskussionen darüber, was hinein darf und was nicht. Um ein Fauxpas zu vermeiden, verrate ich dir das echte Rezept für den Nizza-Salat.
Neben den drei Hauptzutaten – Tomaten, Sardellen und Olivenöl – werde ich auflisten, welche Zutaten du hinzufügen kannst und welche du vermeiden solltest!
Der Ursprung des Nizza-Salates
Der Nizza-Salat gehört, wie der Name schon sagt, zu den großen Klassikern der Küche aus Nizza in Südfrankreich und der Provence, genau wie die Pissaladière, die Socca (Kichererbsen-Pfannkuchen) und die Fougasse.
Seine Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die örtlichen Fischer und Bauern begannen, diesen Salat aus ihrem Fang und dem frischen Gemüse der Region zuzubereiten. Er wurde schnell zu einem kulinarischen Symbol der Region und zu einem Muss für jede Mahlzeit in Nizza.
Auguste Escoffier, ein berühmter Pariser Koch und Kochbuchautor, schlug eine Pariser Version des Nizza-Salates vor, indem er Kartoffeln und grüne Bohnen hinzufügte (siehe das Rezept für den Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln). Obwohl ich diese Variante sehr mag, ist sie unter den Puristen der Nizza-Küche umstritten, da sie vom traditionellen Rezept abweicht.
Die Zutaten für einen originalen Nizza-Salat
Heute stellt man sich unter einem Nizza-Salat ein buntes Gericht mit tausend verschiedenen Zutaten vor. Die traditionelle Version ist aber viel bescheidener und kam ursprünglich mit nur drei Zutaten aus:
- Tomaten
- Sardellen und
- ein gutes natives Olivenöl.
Und das war’s! Weit entfernt von dem, was man sich heute darunter vorstellt. Aber keine Sorge: wie du gleich siehst, darfst du ein paar Zutaten hinzufügen und es trotzdem noch Nizza-Salat nennen. 😉
Was darf in einen Nizza-Salat? (Zutaten, die du hinzufügen kannst)
Wenn du deinen Nizza-Salat also aufpeppen möchtest, wie ich, kannst du noch weitere Zutaten hinzufügen, ohne gleich die Einwohner von Nizza zu verärgern. Hier ist die Liste der Zutaten, die laut Tradition erlaubt sind.
- Schwarze Oliven: In Frankreich verwenden wir die kleinen schwarzen Oliven aus Nizza, die einen intensiven Geschmack haben.
- Paprika: Idealerweise eine kleine, längliche, hellgrüne Paprikasorte namens Friggitelli, alternativ kannst du auch eine Spitzpaprika oder normale grüne Paprika verwenden.
- Ackerbohnen: In Frankreich heißen sie Févettes und sind im Frühjahr erhältlich. Sie bringen Frische und Knackigkeit.
- Frühlingszwiebeln: werden in der Region rund um Nizza als Cébettes bezeichnet.
- Violette Artischocken: Oder Artischocken aus der Dose.
- Gekochte Eier
- Thunfisch: man soll angeblich entweder Thunfisch oder Sardellen hinzufügen, aber ich füge oft beides hinzu.
- Gurke: Erfunden vom Koch Jacques Médecin, manchmal noch umstritten, aber ich gebe sie gerne dazu
- Zwiebeln: in Ringe geschniten
- Salz, Pfeffer und Basilikum
Diese Zutaten gehören nicht in einen Nizza-Salat
Wie bereits erwähnt, sind einige Zutaten jedoch so weit vom traditionellen Rezept entfernt, dass sie auf keinen Fall verwendet werden sollten, wenn du diesen Salat für „Nizza-Liebhaber“ zubereitest.
- Kartoffeln
- Grüne Bohnen
- Mais, Reis oder ähnliche Beilagen: Völlig ausgeschlossen im traditionellen Rezept!
Wenn du jedoch die Version des Nizza-Salates von Auguste Escoffier mit Kartoffeln und grünen Bohnen ausprobieren möchtest, findest du hier mein Rezept für Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln.
Nizza-Salat richtig anrichten
Im Gegensatz zu einem gemischten Salat wird der Nizza-Salat nicht untergehoben, sondern Schicht für Schicht angerichtet. So geht’s:
- Salatblätter als Basis auf einen großen, flachen Teller geben
- Tomaten und Gurke darauf verteilen
- Sardellen sternförmig in die Mitte legen
- Oliven, Artischocken und hartgekochte Eier drumherum anordnen
- Zum Schluss den Thunfisch und Zwiebelringe in die Mitte setzen
Welches Dressing für den Nizza-Salat?
Jetzt wird’s heikel, denn beim echten Nizza-Salat gibt es eigentlich gar kein richtiges Dressing oder Vinaigrette! Kein Senf, keine fertige Vinaigrette, keine Balsamico-Creme.
Nach dem Originalrezept reicht ein guter Schuss natives Olivenöl extra und eine Prise Fleur de Sel. Das war’s, ehrlich. Die reifen Tomaten und die salzigen Sardellen bringen schon so viel Geschmack mit, dass alles andere sie nur überdecken würde. Ich persönlich mag es, noch einen kleinen Spritzer Zitronensaft oder Weißweinessig dazuzugeben, für eine leichte Säure.
Häufig gestellte Fragen
Der Nizza-Salat kann im Kühlschrank gut für 1 bis 2 Tage aufbewahrt werden. Am besten in einem luftdicht verschlossenen Behälter.
Nein, es ist nicht ratsam, einen Nizza-Salat einzufrieren, da frisches Gemüse wie Tomaten und Gurken nicht gut gefroren werden können.
Der Salat aus Nizza passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, auf ein Buffet beim Grillen oder auch zu einer kalten Suppe wie meiner kalte Gurkensuppe oder einem Fougasse, einer Art Focaccia aus Nizza.
Beim echten Nizza-Salat reicht Olivenöl und Fleur de Sel, ein klassisches Dressing braucht es nicht. Mehr dazu liest du weiter oben im Abschnitt zum Anrichten und Würzen.
„Niçoise“ spricht man „ni-so-as“ aus, mit einem weichen „s“ (wie in „Sonne“). Das kleine Häkchen unter dem „c“ (die Cédille) sorgt dafür, dass das „c“ wie ein „s“ klingt und nicht wie ein „k“. Der Name bedeutet einfach „aus Nizza“ (auf Französisch Nice). Tu vas voir, einmal gehört, vergisst du es nicht mehr!
In den echten Nizza-Salat kommen keine Kartoffeln! Das ist genau der Punkt, über den in Frankreich so gerne gestritten wird. Die Version mit Kartoffeln (und grünen Bohnen) geht auf den Küchenchef Auguste Escoffier zurück und ist eine moderne Variante, die ich auch sehr mag, aber sie ist eben nicht das Original. Wenn du sie ausprobieren möchtest, findest du hier mein Rezept für den Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln.
Ja und nein! Du kannst alle Zutaten im Voraus vorbereiten: die Eier kochen, den Salat waschen, das Gemüse schneiden, den Thunfisch abtropfen lassen und alles separat im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag musst du den Salat dann nur noch anrichten. Ich empfehle dir nicht, den Salat schon am Vortag zusammenzustellen, da die Tomaten sonst wässern, der Salat matschig wird und seine Frische verliert.
Rezeptkarte
Nizza-Salat, das echte Originalrezept
Zutaten
- Einige Salatblätter
- 2 Eier
- 4 Tomaten
- 8 Sardellen
- 1 Handvoll schwarze Oliven
- 6 Artischockenherzen aus der Dose
- 1 kleine Dose Thunfisch 145 g
- 1/2 Zwiebel in Ringe geschnitten
- 2 EL natives Olivenöl extra
- 2 EL Zitronensaft oder Weiß- oder Rotweinessig
- 1 Prise Fleur de Sel oder Salz
Anleitung
- Koche die Eier 10 bis 12 Minuten in kochendem Wasser. Schrecke sie ab, pelle sie und halbiere oder viertle sie.
- Viertle die Tomaten. Lass die Artischocken abtropfen und halbiere sie.
- Verteile die Salatblätter auf einem großen Teller und lege die Tomaten darauf.
- Ordne die Sardellen sternförmig in der Mitte an, verteile Oliven, Artischocken und Eier ringsherum und setze zum Schluss den zerbröckelten Thunfisch und die Zwiebelringe in die Mitte.
- Beträufle den Salat mit einem Schuss Olivenöl und bestreue ihn mit einer Prise Fleur de Sel. Nach Belieben zum Schluss noch mit einem Spritzer Zitronensaft oder Essig verfeinern.
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6 Kommentare
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Ich schätze die Schlichtheit dieses Rezepts, das dennoch oder gerade deshalb ein besonderer mediterraner Genuss ist.
Danke für die Rezept-Idee! Der salade nicoise war diesen Sommer noch nicht auf meiner Agenda- aber jetzt!
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