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Nizza-Salat, das echte Originalrezept

Géraldine Leverd
Von Géraldine Leverd
•
August 5, 2024
Nizza-Salat, das echte Originalrezept

Der Nizza-Salat ist ein Sommerklassiker! Ich zeige dir das echte Originalrezept aus Nizza, das ursprünglich nur aus den Grundzutaten (Tomaten, Sardellen, Olivenöl) besteht, welche du noch dazugeben kannst, um es authentisch zu halten – und welche wirklich nicht hineingehören.

Der Nizza-Salat oder Salade Niçoise, wie wir ihn in Frankreich nennen, ist ein Kultgericht und ein absolutes Muss im Sommer. In Frankreich sorgt er oft für Diskussionen darüber, was hinein darf und was nicht. Um ein Fauxpas zu vermeiden, verrate ich dir das echte Rezept für den Nizza-Salat.

Neben den drei Hauptzutaten – Tomaten, Sardellen und Olivenöl – werde ich auflisten, welche Zutaten du hinzufügen kannst und welche du vermeiden solltest!

Ein Teller mit Salat aus Kopfsalat, Tomaten, hartgekochten Eiern, Sardellen, Thunfisch, Artischocken, Oliven und Zwiebelscheiben auf einem Holztisch, daneben liegen Besteck, eine Serviette und eine Zitronenscheibe.

Der Ursprung des Nizza-Salates

Der Nizza-Salat gehört, wie der Name schon sagt, zu den großen Klassikern der Küche aus Nizza in Südfrankreich und der Provence, genau wie die Pissaladière, die Socca (Kichererbsen-Pfannkuchen) und die Fougasse.

Seine Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die örtlichen Fischer und Bauern begannen, diesen Salat aus ihrem Fang und dem frischen Gemüse der Region zuzubereiten. Er wurde schnell zu einem kulinarischen Symbol der Region und zu einem Muss für jede Mahlzeit in Nizza.

Auguste Escoffier, ein berühmter Pariser Koch und Kochbuchautor, schlug eine Pariser Version des Nizza-Salates vor, indem er Kartoffeln und grüne Bohnen hinzufügte (siehe das Rezept für den Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln). Obwohl ich diese Variante sehr mag, ist sie unter den Puristen der Nizza-Küche umstritten, da sie vom traditionellen Rezept abweicht.

Die Zutaten für einen originalen Nizza-Salat

Heute stellt man sich unter einem Nizza-Salat ein buntes Gericht mit tausend verschiedenen Zutaten vor. Die traditionelle Version ist aber viel bescheidener und kam ursprünglich mit nur drei Zutaten aus:

  • Tomaten
  • Sardellen und
  • ein gutes natives Olivenöl.

Und das war’s! Weit entfernt von dem, was man sich heute darunter vorstellt. Aber keine Sorge: wie du gleich siehst, darfst du ein paar Zutaten hinzufügen und es trotzdem noch Nizza-Salat nennen. 😉

Was darf in einen Nizza-Salat? (Zutaten, die du hinzufügen kannst)

Wenn du deinen Nizza-Salat also aufpeppen möchtest, wie ich, kannst du noch weitere Zutaten hinzufügen, ohne gleich die Einwohner von Nizza zu verärgern. Hier ist die Liste der Zutaten, die laut Tradition erlaubt sind.

  • Schwarze Oliven: In Frankreich verwenden wir die kleinen schwarzen Oliven aus Nizza, die einen intensiven Geschmack haben.
  • Paprika: Idealerweise eine kleine, längliche, hellgrüne Paprikasorte namens Friggitelli, alternativ kannst du auch eine Spitzpaprika oder normale grüne Paprika verwenden.
  • Ackerbohnen: In Frankreich heißen sie Févettes und sind im Frühjahr erhältlich. Sie bringen Frische und Knackigkeit.
  • Frühlingszwiebeln: werden in der Region rund um Nizza als Cébettes bezeichnet.
  • Violette Artischocken: Oder Artischocken aus der Dose.
  • Gekochte Eier
  • Thunfisch: man soll angeblich entweder Thunfisch oder Sardellen hinzufügen, aber ich füge oft beides hinzu.
  • Gurke: Erfunden vom Koch Jacques Médecin, manchmal noch umstritten, aber ich gebe sie gerne dazu
  • Zwiebeln: in Ringe geschniten
  • Salz, Pfeffer und Basilikum

Diese Zutaten gehören nicht in einen Nizza-Salat

Wie bereits erwähnt, sind einige Zutaten jedoch so weit vom traditionellen Rezept entfernt, dass sie auf keinen Fall verwendet werden sollten, wenn du diesen Salat für „Nizza-Liebhaber“ zubereitest.

  • Kartoffeln
  • Grüne Bohnen
  • Mais, Reis oder ähnliche Beilagen: Völlig ausgeschlossen im traditionellen Rezept!

Wenn du jedoch die Version des Nizza-Salates von Auguste Escoffier mit Kartoffeln und grünen Bohnen ausprobieren möchtest, findest du hier mein Rezept für Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln.

Nizza-Salat richtig anrichten

Im Gegensatz zu einem gemischten Salat wird der Nizza-Salat nicht untergehoben, sondern Schicht für Schicht angerichtet. So geht’s:

  • Salatblätter als Basis auf einen großen, flachen Teller geben
  • Tomaten und Gurke darauf verteilen
  • Sardellen sternförmig in die Mitte legen
  • Oliven, Artischocken und hartgekochte Eier drumherum anordnen
  • Zum Schluss den Thunfisch und Zwiebelringe in die Mitte setzen

Welches Dressing für den Nizza-Salat?

Jetzt wird’s heikel, denn beim echten Nizza-Salat gibt es eigentlich gar kein richtiges Dressing oder Vinaigrette! Kein Senf, keine fertige Vinaigrette, keine Balsamico-Creme.

Nach dem Originalrezept reicht ein guter Schuss natives Olivenöl extra und eine Prise Fleur de Sel. Das war’s, ehrlich. Die reifen Tomaten und die salzigen Sardellen bringen schon so viel Geschmack mit, dass alles andere sie nur überdecken würde. Ich persönlich mag es, noch einen kleinen Spritzer Zitronensaft oder Weißweinessig dazuzugeben, für eine leichte Säure.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange ist ein Nizza-Salat haltbar?

Der Nizza-Salat kann im Kühlschrank gut für 1 bis 2 Tage aufbewahrt werden. Am besten in einem luftdicht verschlossenen Behälter.

Kann man einen Nizza-Salat einfrieren?

Nein, es ist nicht ratsam, einen Nizza-Salat einzufrieren, da frisches Gemüse wie Tomaten und Gurken nicht gut gefroren werden können.

Was passt zu einem Nizza-Salat?

Der Salat aus Nizza passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, auf ein Buffet beim Grillen oder auch zu einer kalten Suppe wie meiner kalte Gurkensuppe oder einem Fougasse, einer Art Focaccia aus Nizza.

Welches Dressing für Nizza-Salat?

Beim echten Nizza-Salat reicht Olivenöl und Fleur de Sel, ein klassisches Dressing braucht es nicht. Mehr dazu liest du weiter oben im Abschnitt zum Anrichten und Würzen.

Wie spricht man ‚Niçoise‘ aus?

„Niçoise“ spricht man „ni-so-as“ aus, mit einem weichen „s“ (wie in „Sonne“). Das kleine Häkchen unter dem „c“ (die Cédille) sorgt dafür, dass das „c“ wie ein „s“ klingt und nicht wie ein „k“. Der Name bedeutet einfach „aus Nizza“ (auf Französisch Nice). Tu vas voir, einmal gehört, vergisst du es nicht mehr!

Kommen Kartoffeln in einen Nizza-Salat?

In den echten Nizza-Salat kommen keine Kartoffeln! Das ist genau der Punkt, über den in Frankreich so gerne gestritten wird. Die Version mit Kartoffeln (und grünen Bohnen) geht auf den Küchenchef Auguste Escoffier zurück und ist eine moderne Variante, die ich auch sehr mag, aber sie ist eben nicht das Original. Wenn du sie ausprobieren möchtest, findest du hier mein Rezept für den Nizza-Salat mit grünen Bohnen und Kartoffeln.

Kann man den Nizza-Salat am Vortag zubereiten?

Ja und nein! Du kannst alle Zutaten im Voraus vorbereiten: die Eier kochen, den Salat waschen, das Gemüse schneiden, den Thunfisch abtropfen lassen und alles separat im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag musst du den Salat dann nur noch anrichten. Ich empfehle dir nicht, den Salat schon am Vortag zusammenzustellen, da die Tomaten sonst wässern, der Salat matschig wird und seine Frische verliert.

Rezeptkarte

Nizza-Salat, das echte Originalrezept

5.00 (3 Bewertungen)
Dies ist das Originalrezept Nizza-Salat. Ein sommerliches Gericht, das perfekt geeignet ist für ein Mittag- oder Abendessen im Freien. Einfach zuzubereiten, reich an mediterranen Aromen.
Ein Teller mit Salat aus Kopfsalat, Tomaten, hartgekochten Eiern, Thunfisch, Zwiebeln, Sardellen und schwarzen Oliven auf einem Holztisch. Daneben liegen eine Gabel, eine Serviette, Sardellen und eine Schale mit Zitrone und Zwiebeln.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Portionen 2

Zutaten 

  • Einige Salatblätter
  • 2 Eier
  • 4 Tomaten
  • 8 Sardellen
  • 1 Handvoll schwarze Oliven
  • 6 Artischockenherzen aus der Dose
  • 1 kleine Dose Thunfisch 145 g
  • 1/2 Zwiebel in Ringe geschnitten
  • 2 EL natives Olivenöl extra
  • 2 EL Zitronensaft oder Weiß- oder Rotweinessig
  • 1 Prise Fleur de Sel oder Salz

Anleitung 

  1. Koche die Eier 10 bis 12 Minuten in kochendem Wasser. Schrecke sie ab, pelle sie und halbiere oder viertle sie.
  2. Viertle die Tomaten. Lass die Artischocken abtropfen und halbiere sie.
  3. Verteile die Salatblätter auf einem großen Teller und lege die Tomaten darauf.
  4. Ordne die Sardellen sternförmig in der Mitte an, verteile Oliven, Artischocken und Eier ringsherum und setze zum Schluss den zerbröckelten Thunfisch und die Zwiebelringe in die Mitte.
  5. Beträufle den Salat mit einem Schuss Olivenöl und bestreue ihn mit einer Prise Fleur de Sel. Nach Belieben zum Schluss noch mit einem Spritzer Zitronensaft oder Essig verfeinern.

Video

Notizen

Obwohl das traditionelle Rezept keinen Essig oder Zitronensaft enthält, gebe ich persönlich gerne einen Schuss Weißweinessig oder Zitronensaft hinzu, um den Geschmack des Salats zu verbessern.

Nährwerte

Calories: 368kcal | Carbohydrates: 18g | Protein: 28g | Fat: 22g | Saturated Fat: 4g | Polyunsaturated Fat: 3g | Monounsaturated Fat: 13g | Trans Fat: 0.01g | Cholesterol: 194mg | Sodium: 1657mg | Potassium: 1105mg | Fiber: 6g | Sugar: 9g | Vitamin A: 11088IU | Vitamin C: 48mg | Calcium: 113mg | Iron: 4mg

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Über mich

Hi, ich bin Géraldine!

Ich bin das Gesicht und die Rezeptentwicklerin hinter La Cuisine de Géraldine. Kochen ist seit meiner Kindheit meine größte Leidenschaft, und jetzt, wo ich in Deutschland lebe, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, dir zu zeigen: Die französische Küche kann einfach, gesund, schnell und modern sein – alles auf einmal!

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