Clafoutis mit Kirschen
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Clafoutis mit Kirschen ist für mich der Inbegriff des französischen Sommers – voller Kindheitserinnerungen, sonnenreifer Früchte und gemütlicher Nachmittage mit der Familie. Einfach, fruchtig und herrlich unkompliziert. Und genau so gelingt dir Clafoutis auch zu Hause – mit meinem einfachen Familienrezept.
Inhalt
So mache ich Clafoutis seit Jahren – meine besten 5 Tipps
Clafoutis ist eines der Rezepte, die ich immer wieder backe – weil es so unkompliziert und gleichzeitig so lecker ist. Ich brauche keine besonderen Backkünste, keine Küchenmaschine, keine stundenlange Vorbereitung. Stattdessen zehn Minuten, eine Schüssel, ein paar Grundzutaten. Und mit meinen fünf wichtigsten Tipps ist das Ergebnis jedes Mal ein Traum.
- Reife Kirschen aus der Saison verwenden: Sie bringen den typischen Geschmack, der das Clafoutis zu dem macht, was es ist: fruchtig, süß, lecker. Tiefgekühlte Kirschen gehen zur Not auch, aber ich nehme immer frische.
- Den Teig nicht zu lange rühren: Vertrau mir, wenn ich sage: Kurz verquirlen reicht. Wer zu viel rührt oder einen Mixer benutzt, riskiert ein gummiartiges Ergebnis statt eines cremigen, zarten Clafoutis.
- Eine flache Form wählen: Der Teig ist bewusst dünn und flüssig. Ich gieße ihn über die Kirschen in eine flache Auflaufform, damit er gleichmäßig backt.
- Die Form vorheizen: Stelle die gebutterte Form für 5 Minuten in den bereits heißen Ofen, bevor du die Kirschen und den Teig hineingibst. Der Teig beginnt sofort zu stocken und bildet unten eine leicht krosse Schicht, die besonders gut schmeckt.
- Lauwarm servieren, nicht heiß: Das Clafoutis zieht beim Abkühlen noch nach und wird innen ganz cremig. Direkt aus dem Ofen ist es noch zu weich.
Tipp: Und die Kirschen? Gut abtropfen, entkernen und in etwas Mehl wälzen, bevor du sie in die Form gibst. Dieser eine kleine Schritt verhindert, dass sie im Teig nach unten sinken – und du siehst das Ergebnis sofort beim Anschneiden.
Mein Rezept für Clafoutis mit Kirschen
Französischer Clafoutis mit Kirschen
Kochutensilien
- 1 runde Form 23 cm
Zutaten
- 500 g frische Kirschen entsteint
- 3 Eier
- 100 g Mehl
- 75 g Zucker
- 300 ml Milch oder 150 ml Milch und 150 ml Sahne
- 1 TL Aroma nach Wahl Zitronenschale, Vanilleextrakt, Rum oder Orangenblütenwasser
Zum Einfetten der Form
- 1 TL Butter
- 1 EL Zucker
Anleitungen
- Den Ofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen. Die Form einfetten und mit Zucker bestreuen.
- In einer großen Schüssel Mehl und Zucker mischen, dann in der Mitte eine Mulde formen. Die Eier in die Mulde schlagen und von der Mitte nach außen rühren, dabei nach und nach das Mehl vom Rand mit einarbeiten.
- Gleichzeitig die Milch nach und nach in einem dünnen Strahl dazugießen, bis ein glatter, schön flüssiger Teig entsteht. Dein gewähltes Aroma dazugeben.
- Den Teig über die Kirschen gießen und 35 bis 40 Minuten backen.
- Lass den Clafoutis vor dem Servieren lauwarm werden: Der Teig wird beim Abkühlen fester. Serviere ihn mit etwas Puderzucker, Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis.
Video
Notizen
Nährwerte
Clafoutis mit Kirschen – diese Zutaten gehören wirklich rein
Das Schöne am Clafoutis: Du brauchst keine exotischen Zutaten, keine langen Einkaufslisten. Was du wahrscheinlich schon zu Hause hast, reicht völlig aus.
- Für den Teig – im Grunde wie ein Crêpe-Teig – brauchst du: Eier, Zucker, Mehl, Milch und eine Prise Salz. In meinem Rezept ersetze ich einen Teil des Mehls durch Speisestärke – das ist mein kleiner Geheimtipp für eine besonders cremige, nicht zu feste Konsistenz. Probier es aus, du wirst den Unterschied sofort merken.
- Dazu kommen Vanilleextrakt und etwas Zitronenschale – kein Muss, aber sie geben dem Teig eine feine Tiefe, die alles besser macht.
- Die Kirschen: Ich nehme sie entsteint, Punkt. Manch ein traditionelles Rezept besteht auf dem Stein – angeblich gibt er mehr Aroma ab. Ich finde: Ein Dessert, bei dem man nicht entspannt essen kann, macht keinen Spaß. Entsteint geht’s leichter und schmeckt genauso gut.
Welche Früchte kann ich statt Kirschen verwenden?
Clafoutis mit anderen Früchten heißt übrigens offiziell Flaugnarde – aber das ist nicht so wichtig. Wichtiger ist: Das Grundrezept bleibt immer gleich – nur die Früchte wechseln mit der Jahreszeit. So hat man im Grunde das ganze Jahr über ein Clafoutis-Rezept. Meine liebsten Alternativen:
- Aprikosen sind fruchtig-säuerlich, perfekt im Sommer. Hier findest du mein Rezept für das Aprikosen-Clafoutis.
- Pflaumen sind etwas herbstlicher und schmecken wunderbar mit einer Prise Zimt im Teig.
- Rhabarber ist für alle, die es etwas säuerlicher mögen, hier darf gerne etwas mehr Zucker dazu.
- Äpfel oder Birnen passen ideal im Herbst, für mehr Geschmac vorher kurz in Butter anschwenken.
- Heidelbeeren oder Himbeeren sind weniger traditionell, aber meiner Meinung nach absolut lecker.
Wusstest du übrigens, dass wir in Frankreich auch herzhafte Clafoutis machen? Schau dir doch mal meinen Clafoutis mit Zucchini und Ziegenkäse an!
Wenn du während der Saison von Backrezepten mit Kirschen nicht genug bekommst, dann probiere unbedingt auch meine Galette mit Kirschen.
So gelingt der perfekte Teig für Clafoutis
Ich erkläre dir, warum der Teig so funktioniert, wie er funktioniert. Denn wenn du das einmal verstanden hast, gelingt dir das Clafoutis garantiert. Der Teig ist flüssiger als du denkst – und das ist gut so. Er erinnert an Crêpe-Teig: dünn, glatt, gießfähig. Viele machen beim ersten Mal den Fehler, ihn dicker machen zu wollen. Doch genau diese Konsistenz sorgt dafür, dass das Clafoutis beim Backen die Kirschen umhüllt – innen noch leicht cremig, außen goldbraun gestockt. In 3 einfachen Schritten rührst du ihn:
- Mische Mehl und Zucker, forme eine Mulde, schlag die Eier in die Mitte und rühre von innen nach außen, dabei nach und nach das Mehl mit einarbeiten.
- Gleichzeitig fängst du an, die Milch (oder Sahne) langsam in einem dünnen Strahl dazuzugießen. Nicht alles auf einmal, sonst bekommst du Klümpchen. Rühr gut, bis der Teig schön flüssig ist, und hör dann auf, damit du ihn nicht zu sehr bearbeitest.
- Gib dein gewähltes Aroma (Zitronenschale, Orangenblütenwasser usw) dazu und gieß alles über die Kirschen, die du in deiner eingefetteten Form verteilt hast.
Noch ein Extra-Tipp: Du kannst den Teig schon am Vorabend zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Ich mache das besonders gerne, wenn ich Gäste habe und am nächsten Tag keinen Stress möchte. Ein weiterer Vorteil: Das Mehl kann vollständig quellen, der Teig wird homogener und das Ergebnis zarter.
FAQ
Fast immer liegt es an zu viel Rühren oder zu langer Backzeit. Den Teig wirklich nur kurz mit dem Schneebesen verquirlen – kein Mixer, keine Küchenmaschine. Und das Clafoutis rechtzeitig aus dem Ofen holen. Nach meiner Erfahrung, darf die Mitte beim Rausnehmen noch leicht zittern. Das Clafoutis zieht beim Abkühlen nach, und genau das macht es cremig statt gummiartig.
Ja! Ich empfehle dir: Die Kirschen vorher vollständig auftauen und dann sehr gut abtropfen lassen, am besten auf Küchenpapier. Tiefgekühlte Kirschen enthalten viel Wasser, das sonst in den Teig zieht und ihn matschig macht. Wer das beachtet, backt auch außerhalb der Saison ein sehr gutes Clafoutis.
Die Ränder sind goldbraun und haben sich leicht vom Rand gelöst – die Mitte zittert noch ein bisschen, wenn du die Form leicht schüttelst. Das ist gewollt. Nach 15–20 Minuten Abkühlzeit hat es die perfekte Konsistenz.
Im Kühlschrank hält es sich abgedeckt 2–3 Tage und schmeckt auch kalt noch gut. Ich stelle es zum Aufwärmen kurz bei 150 °C in den Ofen – nicht in die Mikrowelle, die macht die Textur gummiartig. Einfrieren ist möglich, aber nicht ideal: Die Textur verändert sich beim Auftauen und wird weicher. Frisch oder aus dem Kühlschrank ist es eindeutig besser.
leider steht in dem Rezept nicht bei wie viel Grad man den Kirsch Clafoutis backen soll
Liebe Herta, der Clafoutis wird bei 175 °C (Umluft) gebacken (im vorgeheizten Backofen). Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen. Bon appétit, Géraldine
Super Rezept.
Vielen Dank, Miroslav. Bon appétit, Géraldine
Deine jungen, modernen, leichten, frischen, unkomplizierten Rezepte sind für mich einfach ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ !!!!! Und KirschClafoutis……👍! Merci beaucoup!!
Das freut mich sehr, Antje! Vielen Dank, Géraldine
C’est tellement délicieux🤗
Merci Katrin. Géraldine
Lassen Sie die Kirschkerne drin; sie geben ein dezentes Aroma ab. Aber Kindern erklären, dass man die Kerne nicht schlucken muss
Viel Glûck und Spass mit dem Clafoutis des Sommers Auch später mit Aprikosen
Vielen Dank, Dominique. Ja, Du hast recht, so ist es. Bon appétit, Géraldine