Croque Monsieur – original französisch & einfach gemacht
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Croque Monsieur ist für mich französisches Bistro-Feeling pur – und ich bereite ihn seit Jahren ganz einfach in meiner Küche zu: klassisch, knusprig und mit wenigen, aber richtig guten Zutaten. In diesem Rezept zeige ich dir, worauf es bei der Zubereitung wirklich ankommt, damit dir ein originaler Croque Monsieur zu Hause genauso gut gelingt wie im Bistro.
In diesem Artikel
- Meine wichtigsten Tipps, damit Croque Monsieur perfekt gelingt
- 👉 Mein Rezept für Croque Monsieur
- Welches Brot, welcher Schinken, welcher Käse – darauf kommt es an
- So einfach ist die Béchamel wirklich
- Was bei der Zubereitung oft falsch gemacht wird – und wie ich es löse
- Croque Monsieur im Ofen oder in der Pfanne – so mache ich es
- So essen wir Croque Monsieur in Frankreich
- FAQ: Croque Monsieur
Meine wichtigsten Tipps, damit Croque Monsieur perfekt gelingt
Ein Croque Monsieur ist kein Schinken-Käse-Toast. Er ist außen knusprig, innen cremig und goldbraun überbacken. Genau deshalb achte ich bei der Zubereitung auf ein paar kleine, aber entscheidende Dinge.
- Die Brotscheiben leicht anrösten, bevor sie bestrichen und belegt werden. So werden sie später nicht weich.
- Die Béchamel nicht zu dünn machen, damit sie auf dem Brot nicht verläuft.
- Den Käse selbst reiben, denn frisch geriebener Käse schmilzt schöner.
- Nicht zu viel Füllung verwenden, damit der Crouqe nicht instabil wird.
- Im letzten Schritt der Zubereitung Grillfunktion nutzen – für diese typische, goldene Kruste.
👉 Mein Rezept für Croque Monsieur
Croque-Monsieur Rezept
Zutaten
BECHAMELSAUCE
- 40 g Butter
- 40 g Mehl
- 500 ml Milch kalt
- 1 Prise Muskatnuss gerieben
- Salz und Pfeffer
CROQUE-MONSIEUR
- 8 Scheiben Toastbrot
- 4 Scheiben Kochschinken
- 200 g Käse gerieben Gruyère, Emmentaler, Comté
- 4 EL Dijonsenf körnig optional
Anleitungen
BECHAMELSAUCE ZUBEREITEN*
- In einem kleinen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und 1 Minute lang mit dem Schneebesen kräftig rühren, bis eine gleichmäßige Mehlschwitze entsteht. Die Milch nach und nach zugießen und dabei ständig mit dem Schneebesen kräftig rühren, damit keine Klumpen entstehen.
- 5-7 Minuten unter ständigem Rühren kochen lassen, bis die Sauce eindickt und den Löffel gut überzieht. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen.
- Damit sich keine Haut bildet, Klarsichtfolie direkt auf die Oberfläche der Sauce legen und beiseite stellen.
DEN CROQUE-MONSIEUR ZUSAMMENSETZEN
- Backofen auf 210 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Brotscheiben im Toaster leicht rösten. Eine dünne Schicht Dijon-Senf auf eine Seite des Brotes streichen.
- Verteile etwas Béchamelsauce, füge eine Scheibe Schinken hinzu und bestreue sie mit Käse.
- Eine weitere Scheibe Toastbrot darauflegen. Mit der restlichen Bechamelsauce bestreichen und dem Käse bestreuen.
BACKEN
- Gib die Croques auf ein Backblech mit Backpapier. 15 bis 20 Minuten backen, bis die Oberseite goldbraun und gratiniert ist.
- Aus dem Ofen nehmen und sofort mit einem grünen Salat genießen.
Video
Notizen
Nährwerte
Welches Brot, welcher Schinken, welcher Käse – darauf kommt es an
Für einen originalen Croque Monsieur brauchst du nur wenige Zutaten – genau deshalb zählt ihre Qualität umso mehr. Als Französin weiß ich: Wenn Brot, Schinken und Käse wirklich gut sind, schmeckt man das mit jedem Bissen.
- Das Brot: In Frankreich verwenden wir Pain de mie, in Deutschland kennt man es als Kastenweißbrot. Wenn es abends einmal schnell gehen muss, ist auch die Variante aus der Tüte völlig in Ordnung. Ansonsten empfehle ich ein frisches Kastenbrot vom Bäcker – das schmeckt deutlich besser.
- Der Kochschinken: In Frankreich verwenden wir dafür jambon blanc – das ist nichts anderes als klassischer Kochschinken. Er ist mild, nicht geräuchert und angenehm fein im Geschmack. Genau das braucht das Originalrezept.
- Der Käse: Bei der Auswahl des Käses sind sich auch die Franzosen und Französinnen nicht einig. Ich nehme am liebsten Gruyère für Würze oder Comté für mehr Nussigkeit. Auch Emmentaler schmeckt.
Neben der guten Zutaten gibt es eine Sache, die für mich alles verändert: Dijon-Senf. Schon eine hauchdünne Schicht auf dem Brot verleiht dem Croque Monsieur den gewissen Kick und bringt die Aromen so richtig zur Geltung.
So einfach ist die Béchamel wirklich
Viele haben Respekt vor der Béchamel. Dabei ist die Zubereitung der Sauce aus Butter, Mehl und Milch ganz einfach. Ich kann dir folgende Tipps für die Zubereitung mit an die Hand geben:
- Nicht zu heiß kochen. Ist der Herd zu heiß, kann das Mehl bräunen – und die Béchamel schmeckt später leicht bitter. Mittlere Hitze reicht völlig.
- Geduld beim Einrühren der Milch. Wenn du sie langsam zugibst und mit dem Schneebesen gut rührst, bekommst du eine glatte Sauce ohne Klümpchen.
- Die Sauce lange genug köcheln lassen. Bei mir köchelt die Sauce 5–7 Minuten. Erst wenn sie leicht andickt und eine cremige, fast seidige Konsistenz bekommt, ist sie perfekt.
- Die richtige Konsistenz. Für Croque Monsieur sollte die Béchamel etwas dicker sein als für Lasagne – sie soll auf dem Brot bleiben und nicht hineinlaufen. Wenn sie dir am Ende zu dick erscheint, keine Panik. Ein kleiner Schluck warme Milch rettet alles.
- Kräftig abschmecken. Salz, weißer Pfeffer und ein Hauch Muskat sind entscheidend – sonst wirkt sie schnell fad.
Und mein Extra-Tipp: Für einen noch reichhaltigeren Geschmack rühre ich manchmal eine kleine Handvoll geriebenen Käse unter die selbst gemachte Béchamelsauce – dann wird sie fast zu einer Mornay-Sauce.
Was bei der Zubereitung oft falsch gemacht wird – und wie ich es löse
Zwei Fehler beobachte ich immer wieder – auch bei meinen Freunden und Freundinnen, die Croque Monsieur so sehr lieben wie ich.
- Fehler 1: matschiges Brot: Damit das erst gar nicht passiert, einfach die Brotscheiben zu Beginn kurz im Toaster oder ca. 5 Minuten im heißen Ofen anrösten.
- Fehler 2: Zu viel Käse innen. Innen reicht eine dünne Schicht. Ein Teil des Käses gehört bewusst oben drauf.
- Fehler 3: Das Croque Monsieur ist zu trocken – das liegt daran, dass zu wenig Béchamelsauce darauf ist.
Croque Monsieur im Ofen oder in der Pfanne – so mache ich es
- Ich habe meine Lieblingsmethode – und die heißt: im Ofen. Es ist die klassische Bistro-Variante. Ich backe Croque Monsieur bei etwa 210 °C, bis der Käse schmilzt. Optional kannst du am Ende 1–3 Minuten die Grillfunktion deines Ofens anschalten. So entsteht garantiert diese goldbraune, leicht blubbernde Oberfläche.
- Es geht auch in einer großen Pfanne mit etwas Butter. Dabei wird er eher wie ein Sandwich gebraten – auf jeder Seite 2–3 Minuten, ohne Béchamel und Käse oben drauf. Das Brot wird knuspriger, aber es kein Original Croque Monsieur.
So essen wir Croque Monsieur in Frankreich
In Frankreich sagen wir: Il faut que ça croque. Es muss knuspern. Das passiert:
- als schnelles Mittagessen im Bistro
- in Cafés mit einem kleinen grünen Salat
- manchmal mit ein paar Cornichons
Und wenn oben noch ein Spiegelei liegt, nennen wir ihn Croque Madame. Für mich gehört übrigens immer ein frischer Salat mit einfacher Vinaigrette dazu. Nichts Kompliziertes – nur etwas zum Ausgleich.
FAQ: Croque Monsieur
Die Antwort ist einfach: Ein Croque Monsieur ist der klassische überbackene Schinken-Käse-Toast mit Béchamel. Sobald oben ein Spiegelei liegt, wird daraus ein Croque Madame.
Ja, das funktioniert gut – mit einem kleinen Trick: Du kannst die Sandwiches komplett zusammensetzen (inklusive Béchamel), abgedeckt im Kühlschrank lagern und erst kurz vor dem Servieren backen. So bleiben sie saftig und frisch.
Ja, am besten wärmst du ihn im vorgeheizten Backofen bei etwa 160–170 °C auf, bis er wieder heiß ist. So wird er außen wieder leicht knusprig. Aber bitte nicht in der Mikrowelle. Dort wird das Brot weich und die Kruste verschwindet.
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Kleiner Hinweis:
Ja, Mann kann mit Butter Soßen andrücken. Dazu braucht man extrem kalte Butterstücke die man geschickt in die kochende Soße einbringt.
Also nein, die Butter ist hier nicht das Verdickungsmittel. Sie ist lediglich dazu da, damit das Gluten im Mehl nicht verklumpt. Man kann das gleiche erreichen, indem man Mehl in kälter Flüssigkeit (Milch, Wasser, Wein etc) solange rührt, bis es klumpenfrei ist. Mehlschwitze ist da deutlich einfacher.
Das Verdickungsmittel hier ist die Stärke im Mehl.
Übrigens: man kann auch Mehlbutter aus einem Teil Butter und einem Teil Mehl auf Vorrat herstellen und dann einfach zu kochenden Flüssigkeiten geben. Gleiches Prinzip wie die Mehlschwitze, nur noch einfacher.
Ansonsten, danke für das Rezept.
Vielen Dank, Mijarena, für Deinen ausführlichen Kommentar und den Hinweis. Bon appétit, Géraldine
Sehr, sehr gut! Bechamelsauce darf ruhig mutig gewürzt werden! Zum Schluß war in meinem Fall noch ein „Übergrillen“ zum Käsebräunen erforderlich. Aber der Bräunungsgrad kann ja individuell bestimmt werden.
Vielen Dank!
Dankeschön, Heidi, für deine nette Rückmeldung. Freut mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt und es geschmeckt hat. Géraldine
Hallo aus Wien liebe Frau Geraldine,
wieder ein super tolles Rezept,
und besonders wichtig, toll erklärt,
alles Gute nach Paris, Rudi