Vinaigrette – so einfach geht der Klassiker
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Diese klassische französische Vinaigrette ist mein Grundrezept für jeden Salat. Sie besteht aus wenigen Zutaten -Essig, Öl und Senf– und ist genau das Dressing, das einfach immer passt. Deswegen habe ich auch immer etwas von meiner Vinaigrette im Kühlschrank – und verrate dir hier den einen Tipp, der sie so französisch macht.
In diesem Artikel
- Essig und Öl als Basis der klassischen Vinaigrette
- Welches Verhältnis von Essig und Öl ist richtig?
- Wann kommt der Senf dazu – und wozu braucht man ihn überhaupt?
- Zwei Methoden, mit denen meine Vinaigrette immer gelingt
- 👉 Rezeptkarte
- Meine Ideen, um das französische Dressing einfach abzuwandeln
- So bewahrst du deine Vinaigrette am besten auf!
- FAQ – Vinaigrette
- Mehr Französische Basis-Rezepte
Ab jetzt kannst du dich von gekauften Dressings für immer verabschieden 😉! Diese selbstgemachte Vinaigrette ist super einfach zu machen, hält Tagen lang im Kühlschrank und hebt jeden Salat auf ein neues Level. Du kannst ihn sowohl für ein schneller grüner Beilagensalat ist, mein sommerlicher Tomaten-Gurken-Salat oder die berühmte Salade Niçoise.
Und falls du noch mehr Inspiration suchst, schau dir doch mal meine 20 Ideen für Salate an!
Essig und Öl als Basis der klassischen Vinaigrette
Bei der Vinaigrette geht es im Grunde darum, Öl mit Essig zu vermengen. Aber wenn du dich an deinen Chemieunterricht erinnerst, weißt du: Diese beiden Zutaten vermischen sich nicht einfach von selbst. Dafür braucht es einen Emulgator, der sie miteinander verbindet. In der klassischen französischen Vinaigrette übernimmt diese Rolle der Senf.
- Öl: Ich verwende immer Olivenöl, am liebsten natives Olivenöl extra. Du kannst aber auch andere Öle nehmen, zum Beispiel Sonnenblumenöl, Walnussöl oder Avocadoöl.
- Essig: In der Regel nehme ich Rotwein- oder Weißweinessig, Balsamicoessig oder Apfelessig. Es gibt aber auch sehr viele Varianten mit Früchten, wie Feigen- oder Himbeeressig, die ebenfalls ganz wunderbar schmecken.
- Senf: Meistens verwende ich Dijon-Senf.
- Salz & Pfeffer: Nach Geschmack.
Sonstige Zutaten: Du kannst deine Vinaigrette mit frischen Kräutern (Dill, Petersilie, Schnittlauch), Knoblauch oder – ganz typisch französisch – fein geschnittenen Schalotten verfeinern.
Welches Verhältnis von Essig und Öl ist richtig?
In vielen Kochbüchern liest man von einem Verhältnis von 3:1 (3 Teile Öl, 1 Teil Essig). Meiner Meinung nach wird das Dressing dadurch oft zu schwer und ölig.
Für mein Vinaigrette-Grundrezept bevorzuge ich ein Verhältnis von 2,5:1 (2,5 Teilen Öl zu 1 Teil Essig). So bleibt die Vinaigrette frisch und spritzig – genau so, wie wir es in Frankreich lieben.
Wann kommt der Senf dazu – und wozu braucht man ihn überhaupt?
Hier kommen wir zu meinem wichtigsten Tipp: Dem Dijon-Senf. Er sorgt nicht nur für Würze, sondern fungiert als natürlicher Emulgator.
Er sorgt dafür, dass sich Essig und Öl dauerhaft verbinden und eine cremige Konsistenz entsteht. Ohne Senf würden sich die Schichten nach kurzer Zeit wieder trennen.
Zwei Methoden, mit denen meine Vinaigrette immer gelingt
Je nachdem, wie viel Zeit ich habe, habe ich zwei Methode, um meine Vinaigrette zuzubereiten.
1. Die klassische Methode (mit dem Schneebesen)
Ideal, wenn du die Vinaigrette direkt in der Salatschüssel anrührst:
- Essig und Salz verrühren, bis sich das Salz aufgelöst hat.
- Den Dijon-Senf unterrühren.
- Das Öl langsam in einem dünnen Strahl dazugeben und dabei kräftig mit dem Schneebesen schlagen, bis die Masse andickt (emulgiert).
2. Die „faule“ Methode (im Glas) – Mein Favorit!
Ich bereite meine Vinaigrette meistens direkt in einem kleinen Einmachglas zu, wenn ich eine große Menge zubereite. Das geht schnell und du kannst das Glas direkt in den Kühlschrank stellen (so gibt es nichts zu spülen 🤗).
- Alle Zutaten hineingeben.
- Deckel fest zuschrauben.
- Kräftig schütteln.
👉 Rezeptkarte
Vinaigrette – so einfach geht der Klassiker
Zutaten
- 1 EL Weißweinessig
- 1 TL Dijon-Senf
- 2,5 ml Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Anleitungen
- Gib den Weißweinessig, das Salz und den Dijon-Senf in eine kleine Rührschüssel oder einen anderen Behälter. Mische bis sich das Salz komplett aufgelöst hat.
- Option 1: Das Öl in einem langsamen Strahl unter ständigem Rühren mit einem kleinen Schneebesen hinzufügen.
- Option 2: Gieße das Olivenöl auf einmal hinein und schließe den Deckel. Einige Sekunden lang schütteln, bis die Vinaigrette emulgiert ist.
- Mit Pfeffer abschmecken.
Video
Nährwerte
Meine Ideen, um das französische Dressing einfach abzuwandeln
Wenn du das klassische französische Vinaigrette Rezept beherrschst, kannst du es wunderbar variieren:
- Mit Schalotten – Der Klassiker in Frankreich: Einfach eine Schalotte ganz fein würfeln und unterrühren. Das gibt eine tolle Würze!
- Fruchtig & Frisch: Zerdrücke ein paar frische Himbeeren, Erdbeeren oder Brombeeren und gib einen Teelöffel Honig dazu. Das passt hervorragend zu einem warmen Ziegenkäsesalat!
- Zitrone & Dill: Ersetze einen Teil des Essigs durch frischen Zitronensaft und gib etwas Zitronenabrieb sowie frischen Dill hinzu. Eine perfekte Kombination zu Rohkost oder einem Salat mit Lachs.
- Joghurt & Schnittlauch: Rührst du einfach einen Löffel Naturjoghurt und frisch geschnittenen Schnittlauch unter.
- Balsamico & Honig: Verwende Balsamico-Essig und gib ein wenig Honig hinzu.
So bewahrst du deine Vinaigrette am besten auf!
Hausgemachte Vinaigrette lässt sich ohne Probleme eine Woche lang im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn du ein paar einfache Hygieneregeln beachtest, hält sie sich sogar noch viel länger – oft sogar über Monate! Benutze zum Portionieren immer einen sauberen Löffel. Achte darauf, niemals Lebensmittel oder bereits benutztes Besteck direkt in das Glas zu tauchen. So verhinderst du, dass Bakterien in die Sauce gelangen, die sie vorzeitig verderben lassen könnten.
Achtung: Wenn du frische Kräuter, Knoblauch oder Schalotten hinzufügst, hält die Vinaigrette nur ein paar Tage. Deshalb füge ich solche Extras immer erst kurz vor dem Servieren hinzu.
FAQ – Vinaigrette
Wenn die Vinaigrette zu sauer ist, gib einfach noch einen Schuss Öl hinzu oder balanciere die Säure mit einer kleinen Prise Honig oder Zucker aus.
Das passiert meistens, wenn nicht genug Emulgator (Senf) im Spiel ist oder nicht kräftig genug geschüttelt wurde. Gib einfach eine zusätzliche Messerspitze Senf hinzu und schlage die Vinaigrette noch einmal kräftig mit dem Schneebesen auf oder schüttle das Glas ordentlich durch. Falls dir der Geschmack danach etwas zu kräftig ist, kannst du ihn ganz einfach mit einem kleinen Schuss Öl wieder ausbalancieren.
Ja, das ist dann eine reine Essig-Öl-Mischung. Sie wird jedoch nicht so cremig sein und sich schneller wieder trennen.
Ich nutze die Schraubglasmethode für eine Vinaigrette auch seit einigen Jahren.
Ich empfehle jedoch, wenn man sie aufbewahren will, noch keinen Knoblauch oder Schalotten zuzugeben, da sie dann bitter werden könnte.