Quiche-Teig Grundrezept (einfach und gelingsicher)
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Ich mache meinen Quiche-Teig schon seit vielen Jahren selbst und dieses Grundrezept gelingt wirklich immer! Wenn du dich bisher noch nicht so recht an einen selbstgemachten Quiche-Teig herangetraut hast, keine Sorge: Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du ihn ganz einfach zubereitest und dabei typische Anfängerfehler vermeidest.
Inhaltsverzeichnis
Welcher Teig passt am besten zur Quiche?
Für mich ist ganz klar: Eine richtige Quiche wird mit einem Mürbeteig zubereitet. Genau dieser Teig wird auch für die berühmte Quiche Lorraine verwendet, sozusagen die Mutter aller Quiches!
Du kannst natürlich auch Blätterteig für eine Quiche verwenden, aber Vorsicht: Dieser wird schnell durchweicht, vor allem bei saftigen Füllungen mit Gemüse wie Tomaten oder Zucchini.
Die Grundzutaten für einen Quiche-Teig
Die Basiszutaten für einen selbstgemachten Quiche-Teig sind ganz einfach: Mehl, Butter, Wasser und eine Prise Salz. Mehr braucht es nicht für ein perfekter Quiche-Boden!
Hier ist mein absolutes gelingsicheres Mengenverhältnis:
- 2 Teile Mehl
- 1 Teil Butter
- 2/3 Teil Flüssigkeit
Zum Beispiel: 200 g Mehl, 100 g Butter, 60 ml Wasser ist ideal für eine Tarteform mit 26–28 cm Durchmesser. Für eine größere Form (zum Beispiel meine IKEA-Form mit 32 cm, perfekt für 6–8 Personen), nehme ich 250 g Mehl, 125 g Butter und 75 ml Wasser.
Mit oder ohne Ei? Du kannst einen Teil des Wassers durch ein Ei (ganz oder nur das Eigelb) ersetzen. Dadurch wird der Teig etwas fester und noch knuspriger aber auch weniger mürbe. Ich persönlich variiere je nach Lust und Rezept. Wichtig: Wenn du ein Ei hinzufügst, solltest du die entsprechende Wassermenge abziehen (z. B. 60 g Ei = 60 ml Wasser weniger).
Dieses Grundrezept funktioniert sehr gut mit der klassischen Quiche Lorraine oder sogar der vegetarischen Version. Ich finde, es passt auch hervorragend zu einer Lachsquiche, einer Quiche mit Pilzen und Spinat oder sogar zu einer herzhaften Tarte Tatin, wie meine Tarte Tatin mit Lauch oder karamellisierten Zwiebeln.
Rezeptkarte
Quiche-Teig (Grundrezept)
Kochutensilien
- 1 Quicheform 26-28 cm
Zutaten
- 200 g Mehl
- 100 g Butter kalt
- 60 ml Wasser kalt
- 1 Prise Salz 6 g
Anleitungen
- Mehl und Salz in eine Schüssel geben.
- Die kalte Butter hinzufügen und mit den Fingern oder deine Küchenmaschine zu einem krümeligen Teig verarbeiten.
- Das Wasser nach und nach hinzufügen, bis ein homogener Teig entsteht. Er sollte weder klebrig noch zu trocken sein.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Quicheform damit auskleiden.
Video
Notizen
- Ich empfehle dir, den Teig blind vorzubacken, wenn du ihn für eine Quiche verwendest.
- Du kannst den Teig am Vortag vorbereiten und in Frischhaltefolie im Kühlschrank aufbewahren.
- Du kannst den Quiche-Teig einfrieren, indem du ihn gut in Frischhaltefolie einwickelst. Im Gefrierschrank ist er bis zu 3 Monate haltbar.
Nährwerte
5 Tipps für einen perfekten Quiche-Teig
Bevor du mit dem Backen beginnst, solltest du dir diese fünf Tipps durchlesen. Sie sind aus meiner Sicht die wichtigsten, damit dir der Quiche-Teig garantiert gelingt – egal ob du ihn mit der Hand oder mit der Küchenmaschine zubereitest.
1. Kalte Zutaten verwenden
Die Butter sollte nicht zu weich sein. Am besten nimmst du sie nur 5 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank und schneidest sie in kleine Würfel. Das Wasser sollte kalt, aber nicht eiskalt sein.
2. Den Teig richtig „sanden“
Das sogenannte „Sanden“ sorgt für die typische mürbe Konsistenz. Vermische Mehl und Butter mit den Fingerspitzen (oder mit der Küchenmaschine), bis die Mischung eine krümelige, sandige Textur hat.
Dann gib das kalte Wasser nach und nach dazu, bis ein homogener Teig entsteht.
- Der Teig sollte nicht kleben. Ist er zu feucht, gib etwas Mehl hinzu.
- Ist er bröselig, fehlt etwas Flüssigkeit, dann einfach vorsichtig etwas Wasser ergänzen.
Wichtig: Den Teig nicht zu lange kneten. Sonst wird er elastisch und lässt sich schwer ausrollen. Es reicht, ihn zügig zu einer Kugel zu formen.
Hinweis: Die Wassermenge kann je nach mehreren Faktoren variieren (Luftfeuchtigkeit, Mehlart…), also passe sie gegebenenfalls etwas an. Am Ende sollte der Teig glatt, gleichmäßig, nicht klebrig und leicht von der Schüssel zu lösen sein.
3. Den Teig ruhen lassen
Die Ruhezeit ist entscheidend, damit der Teig sich gut verarbeiten lässt und beim Backen nicht schrumpft. Forme eine Kugel, wickle sie in Frischhaltefolie und lasse sie entweder:
- 30 Min im Kühlschrank, oder
- 10 Min in den Gefrierschrank ruhen (nicht einfrieren).
4. Auf die richtige Temperatur beim Ausrollen achten
Wenn du den Teig ausrollst, sollte er nicht zu kalt und nicht zu weich sein.
- Lässt er sich schwer bearbeiten, ist er zu kalt. Warte einige Minuten bei Raumtemperatur.
- Zieht sich der Teig beim Ausrollen zusammen, ist er zu warm. Das passiert oft in einer aufgeheizten Küche. Lege ihn für etwa 15 Minuten zurück in den Kühlschrank, bevor du weitermachst.
5. Den Boden blind backen
Ich empfehle dir, den Mürbeteigboden für deine Quiche unbedingt blind vorzubacken, besonders dann, wenn du Gemüse wie Tomaten oder Zucchini verwendest. So bleibt der Boden schön knusprig und wird nicht durchweicht.
So geht’s:
- Backofen auf 180 °C vorheizen.
- Teig in die Form legen und den Boden mit einer Gabel einstechen.
- Mit Backpapier bedecken und mit Backgewichten oder Hülsenfrüchten beschweren.
- 10–15 Minuten vorbacken. Danach das Papier und die Gewichte entfernen und den Teig noch 5 Minuten weiterbacken, bis er leicht gebräunt ist.
Ein Grundrezept, viele Variationen möglich!
Was mir an dieser Quiche-Teig-Grundrezept gefällt, ist, dass man sie leicht nach Lust und Laune oder nach einem Rezept umwandeln kann:
- Vollkornversion: Ersetze 30 bis 50 % des Mehls durch Vollkornmehl, Dinkel- oder Roggenmehl.
- Mit Olivenöl: Ersetze die Butter durch die gleiche Menge Öl für eine leichtere und mediterrane Version (siehe Rezept).
- Süßer Mürbeteig: Gib Sie 40-50 g Zucker hinzu (siehe Rezept). Das machen wir oft in Frankreich für Obst-Tartes!
- Mit Quark: Für einen leichteren Teig ersetze die Butter durch 100 g Quark und das Wasser durch ein Ei.
- Kräuter und Gewürze: Gib Sie 1 Esslöffel getrockneten Thymian, Paprika, Fenchelsamen usw. hinzu, je nach Ihrer Füllung! (z.B. in meiner Tarte Tatin mit Fenchel oder meiner Tarte Tatin mit Kirschtomaten).
Häufig gestellte Fragen zu Mürbeteig
Ich empfehle es auf jeden Fall vor allem bei saftigem Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Spinat. Das Blindbacken sorgt dafür, dass der Teigboden knusprig bleibt und nicht durchweicht.
Ja, das geht allerdings ist Blätterteig empfindlicher. Er weicht schneller durch, vor allem bei feuchten Füllungen. Deshalb sollte auch Blätterteig unbedingt vorgebacken werden, wenn du ihn als Quicheboden verwendest.
Ja, absolut. Roh und gut verpackt (z. B. in Frischhaltefolie oder einem Gefrierbeutel) hält sich der Quiche-Teig bis zu 3 Monate im Gefrierschrank. Vor der Verwendung einfach im Kühlschrank auftauen lassen.
Natürlich. Du kannst den Teig problemlos am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. So sparst du am nächsten Tag Zeit – der Teig bleibt frisch und formbar.
Wenn der Teig zu trocken ist oder nicht ausreichend vermischt wurde, kann er beim Ausrollen bröseln. Gib in diesem Fall ein wenig kaltes Wasser dazu und arbeite es vorsichtig ein, bis sich eine geschmeidige Kugel formen lässt.
Super erklärt, einfach zu machen. Danke!
Das freut mich, Harald, vielen Dank. Viel Spaß weiterhin beim Genießen. Bon appétit Géraldine
Hallo liebe Geraldine,
hast du Erfahrungen damit, den Quiche Teig vorgebacken einzufrieren?
Ich finde immer nur Angaben, dass man Quicheteig ungebacken einfrieren kann, aber das finde ich relativ unpraktisch, weil der Auftauprozess doch relativ lange dauert bis man den Teig ausrollen kann. Das Ausrollen macht ja eigentlich die meiste Arbeit, finde ich.
Viel praktischer wäre es doch, wenn alles fix und fertig ist und man nur noch die Füllung zu machen braucht.
Ich fände es so praktisch, wenn man kleine Quiches vorgebacken ins Gefrierfach geben kann und auch meine Kinder sie entnehmen und relativ schnell weiter verarbeiten können. Sie kochen gerne. Die Füllung bekommen sie selbst hin und so kann jeder nach seinen eigenen Vorlieben eine Quiche gestalten.
Deine Rezepte sind toll!
Viel Spaß Dir noch in Asien. Deine Bilder sehen toll aus.
Liebe Grüße aus Hamburg, Theresa
Vielen Dank Theresa ! Ich habe leider noch keine Erfahrung damit aber aus meiner Sicht sehr gut möglich und eine gute Idee, um Zeit zu sparren. Ich versuche es mal zu Hause und werde berichten 🙂
Ich liebe eine gute Quiche und habe hier das beste Rezept gefunden.
Merci 😊
Super, das freut mich, Birgit, danke. Géraldine